WamS berichtet über Werbung mit Zuzahlungsverzicht von Versandapotheken
In einer Titelgeschichte berichtet die "Welt am Sonntag" (26. Juli 2026) auf Seite 1 über steigende gesetzliche Zuzahlungen bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, die von ausländischen Versandapotheken als Marketing-Instrument benutzt werden. Unter der Überschrift "Apotheker planen, gegen Rezept-Rabatte vorzugehen" kommt ABDA-Präsident Thomas Preis zu Wort, der eine unzulässige Wettbewerbsverzerrung erkennt.
Laut WamS hat er sich in einem Schreiben an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gewandt – und ein Verbot sowohl des Zuzahlungsverzichts als auch der entsprechenden Werbung gefordert. Auch die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) bezieht in der Debatte Stellung. In der Zeitung bewertet sie den Zuzahlungsverzicht als rechtswidrig. Der Beitrag erschien zudem bei "Business Insider Deutschland".
Über den Brief des ABDA-Präsidenten informiert auch der "Bayerische Rundfunk" (23. Juli 2026) seine Hörer- und Leserschaft. "Vor-Ort-Apotheken dürfen nach den deutschen Gesetzen bei verschreibungspflichtigen Arzneien keine Preisnachlässe gewähren oder Zuzahlungen übernehmen", heißt es dort.
Im "ARD-Mittagsmagazin" (21. Juli 2026) sagte DAV-Vizevorsitzende Anke Rüdinger: "Wir fordern, dass die gesetzlichen Regelungen so konkretisiert werden, dass ein Verzicht auf die Zuzahlungen gesetzlich untersagt ist und idealerweise wird das staatlich sanktioniert. In meinen Augen ist das eine staatliche Aufgabe."