Apotheker

Apotheker sind Experten für Arzneimittel. Der Beruf ist anspruchsvoll und mit viel persönlicher Verantwortung verbunden. Apotheker arbeiten zumeist in Apotheken, aber auch im Krankenhaus, in Industrie, Forschung und Verwaltung. Voraussetzung für die Approbation als Apotheker ist der erfolgreiche Abschluss des Pharmaziestudiums.

"Das Berufsbild der Apothekerin und des Apothekers"

Die Mitgliederversammlung der Bundesapothekerkammer hat am 16. Juni 2016 das aktualisierte Berufsbild der Apothekerin und des Apothekers verabschiedet. Das Berufsbild verdeutlicht die besonderen pharmazeutischen Leistungen, die der Apotheker in seinen wichtigsten Tätigkeitsbereichen erbringt. Diese Tätigkeitsbereiche sind insbesondere:

    • Öffentliche Apotheken
    • Krankenhäuser
    • Pharmazeutische Industrie
    • Prüfinstitutionen
    • Bundeswehr
    • Öffentliche Gesundheitsverwaltung
    • Universitäten und außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen
    • Berufsfachschulen, Berufsschulen, Bildungseinrichtungen

    Tätigkeitsfelder

    Die meisten Apotheker sind in einer öffentlichen Apotheke als Angestellte oder Apothekenleiter tätig. War jedoch früher der Apotheker vorrangig für die Herstellung der auf Rezept verordneten Rezepturen, wie Salben, Zäpfchen oder Kapseln, zuständig, steht heutzutage die Information und Beratung des Patienten im Vordergrund. So klärt der Apotheker den Patienten über mögliche Wechselwirkungen der Arzneimittel untereinander auf und gibt Hinweise zur Einnahme.

    Daneben erläutert er in der öffentlichen Apotheke aber auch die Anwendung erklärungsbedürftiger Darreichungsformen wie zum Beispiel von Insulinpens oder Inhalationshilfen und bietet Dienstleistungen wie Blutdruck- oder Blutzuckermessung an. Als selbständiger Apotheker muss er zusätzlich gute kaufmännische Kenntnisse besitzen bzw. sich diese aneignen, um seine eigene Apotheke auch wirtschaftlich führen zu können.

    Die Aufgabe des Krankenhausapothekers ist die Versorgung der Krankenhauspatienten mit Arzneimitteln. Die Arzneimittelherstellung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Beratung von Ärzten und Pflegepersonal über die Arzneimittelanwendung. Als Mitglied der Arzneimittelkommission des Krankenhauses entscheidet der Apothekenleiter mit darüber, welche Arzneimittel in der Klinik Anwendung finden. In zunehmendem Maße werden Krankenhausapotheker auch in die Therapie vor Ort „am Bett des Patienten“ eingebunden.

    In der pharmazeutischen Industrie ist der Apotheker Fachmann für alle Fragen , die den Werdegang des Arzneimittels betreffen. Entsprechend vielfältig sind seine Einsatzgebiete, z. B. in der Forschung, in der Entwicklung und Herstellung bis zur Zulassung und zum Qualitätsmanagement von Arzneimitteln. Darüber hinaus ist er in Marketing und Vertrieb der Arzneimittel beteiligt.

    Weitere Tätigkeitsfelder und Arbeitsplätze von Apothekern sind Prüfinstitutionen, die Bundeswehr, Verwaltung und Behörden, Universitäten sowie Lehranstalten und Berufsschulen.

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    Ausbildung und Approbation

    Die pharmazeutische Ausbildung besteht aus einem vierjährigen Universitätsstudium und einem anschließenden praktischen Jahr.

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    Anerkennung der Apothekerdiplome

    Apotheker, die ihre Ausbildung im Ausland abgeschlossen haben, können einen Antrag auf Anerkennung ihres Apothekerdiploms in Deutschland stellen.

    Ein Beruf - viele Möglichkeiten: In einer Apotheke zu arbeiten, sie zu leiten oder sie gar zu besitzen, ist anspruchsvoll und bietet jede Menge Abwechslung. Zudem ist eine öffentliche Apotheke nur eines von vielen Berufsfeldern, die Apothekern aufgrund ihrer breiten naturwissenschaftlichen Ausbildung offenstehen.