FAS: Was die Apotheken vor Ort besser als der Online-Handel machen
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (19. Juli 2026) beleuchtet die vielfältigen Leistungen, die Apotheken vor Ort täglich für die Gesundheitsversorgung erbringen. Unter der Überschrift „Online-Apotheken sind nicht immer günstig“ geht es auf den ersten Blick um Preise von Medikamenten, aber bei genauerem Hinsehen um persönliche Beratung, Herstellung individueller Rezepturen und Nacht- und Notdienste.
Besonders deutlich werden die Unterschiede zwischen Versandhandel und Vor-Ort-Apotheke laut FAS bei der pharmazeutischen Beratung. Viele Online-Anbieter setzen auf Chatbots oder telefonische Hotlines. Im Praxistest der Zeitung konnten die digitalen Assistenten mehrerer Versandapotheken einfache pharmazeutische Fragen nur eingeschränkt oder gar nicht beantworten. Im stationären Geschäft läuft dies anders, schreibt die FAS. "Die Apotheke vor Ort kennt die Medikamentenhistorie ihrer Stammkunden oft und kann mögliche Wechselwirkungen besser einschätzen", wird Dr. Bettina Sauer von STIFTUNG WARENTEST in der FAS zitiert.
Zudem schreibt die FAS wortwörtlich in ihrem Bericht: „Die Stärke der stationären Apotheken ist der Notdienst, der rund um die Uhr und am Wochenende geöffnet hat. Wer abends Fieber bekommt oder nachts ein Schmerzmittel braucht, muss nicht bis zur nächsten Onlinelieferung warten, die meist ein bis zwei Tage dauert. Machen zu viele Apotheken dicht, ist die Notfallversorgung in Gefahr. In den vergangenen fünf Jahren schlossen rund 2000 Betriebe, also mehr als zehn Prozent.“