DAV-Wirtschaftsforum mit Politik, Prävention und Patientenakte
Das Apothekenreformgesetz ("ApoVWG") befindet sich weiterhin im parlamentarischen Verfahren des Bundestages, das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz soll demnächst vom Bundeskabinett beschlossen werden. In dieser gesundheitspolitisch brisanten Phase lädt der Deutsche Apothekerverband (DAV) zu seinem jährlichen Wirtschaftsforum am 5./6. Mai 2026 nach Berlin ein, wo auch die Bundespolitik zahlreich vertreten ist.
Unter der Überschrift "Politische Aussichten für die Apotheke vor Ort" wird Gastgeber und DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann mit den Bundestagsabgeordneten Simone Borchardt (CDU), Ates Gürpinar (Die Linke) und Dr. Christos Pantazis (SPD) diskutieren. Die Debatte dürfte sich im Kern darum drehen, warum die im Koalitionsvertrag zugesagte Anhebung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro bislang aussteht – und warum zudem im GKV-Spargesetz eine Erhöhung des Apothekenabschlags auf 2,07 Euro vorgesehen ist. ABDA-Bereichsleiter Dr. Eckart Bauer wird zuvor bereits den Apothekenwirtschaftsbericht 2026 präsentiert haben.
Das Programm wird ergänzt durch Beiträge und Debatten zu Prävention und Primärversorgung, Digitalisierung und elektronische Patientenakte (ePA) sowie Biosimilar-Austausch. Für diese Themenbereiche stehen versierte Fachleute aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Verfügung: Abteilungsleiterin Dr. Silke Heinemann wird über "Die Rolle der Apotheke in Primärversorgung und Prävention" sprechen.
Unterabteilungsleiter Sebastian Zilch wird "Die Digitalisierungsstrategie des BMG" präsentieren und anschließend über "Die ePA als Schlüssel zur Primärversorgung" diskutieren. Beim Panel "Austausch um jeden Preis? Biosimilars in der Apothekenrealität" wird BMG-Abteilungsleiter Thomas Müller vertreten sein.