Preis fordert sofortige Honorarerhöhung für Apotheken

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung des Apothekerverbandes Nordrhein appellierte Thomas Preis, Präsident der ABDA und Vorsitzender des AVNR, eindringlich an die Bundesregierung: Die im Koalitionsvertrag zugesicherte Anhebung des Packungsfixums auf 9,50 € müsse jetzt ohne weiteren Aufschub umgesetzt werden.

"Die Kolleginnen und Kollegen, die ihre Apotheken schließen müssen, sind keine schlechten Pharmazeuten und keine schlechten Unternehmer. Sie sind Opfer politischer Tatenlosigkeit infolge einer Regelung geworden, die uns Apotheken keine Möglichkeit geben, das Fixum, unser Honorar, entsprechend den steigenden Kosten durch Verhandlungen oder einen anderen verlässlichen Mechanismus anzupassen", sagte Preis nach Angaben des AVNR in Düsseldorf (22.4.).   

Eine weitere Belastung durch eine Erhöhung des Apothekenabschlags lehnte Preis klar ab. "Apotheken dürfen jetzt nicht noch ein weiteres Mal durch eine Erhöhung des Apothekenabschlags, und das auch noch unbefristet, zur Kasse gebeten werden", sagte er.

Gastredner Dr. Sebastian Schwintek, Generalbevollmächtigter der Treuhand Hannover, warnte: Für ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker lohne sich die Selbstständigkeit bereits heute nicht mehr – und ein konkreter Gesetzentwurf mit der zugesagten Erhöhung fehle bis dato.

ABDA-Präsident und AVNR-Vorsitzender Thomas Preis bei seinem Bericht auf der Mitgliederversammlung des Apothekerverbandes Nordrhein am 22.04.2026 in Düsseldorf.


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