Hubmann blickt auf die expopharm 2026 voraus

In seinem Editorial zur expopharm-Beilage der "Pharmazeutischen Zeitung" (27. August 2026) zieht der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Dr. Hans-Peter Hubmann, eine Bilanz der Apothekenreform.

Besonders positiv bewertet er die Anhebung des Festhonorars auf 9,50 Euro sowie die vereinbarte Verhandlungslösung, mit der "endlich die Abkopplung der Apotheken von der volkswirtschaftlichen Entwicklung beendet werden" soll. Kritisch sieht Hubmann hingegen den zum 1. Januar 2027 erhöhten Kassenabschlag von 2,07 Euro. Diesen bezeichnet er als den "größten Wermutstropfen".

Damit verbindet Hubmann einen Rückblick auf die Amtszeit der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die nach 14 Monaten ins Kanzleramt gewechselt war. Mit der Apothekenreform und dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz habe sie "entscheidende und bedeutsame Reformvorhaben umgesetzt", so Hubmann. Für ihren Nachfolger, den neuen Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann, bleibe dennoch "viel zu tun – von Primärversorgung über Krisenvorsorge bis Pflegereform". Die Apotheken könnten und wollten dabei ihre Kompetenzen einbringen, schreibt Hubmann.

Diese und weitere Themen stehen im Mittelpunkt der expopharm, die vom 15. bis 17. September 2026 unter dem Motto "Für die Zukunft unserer Apotheken" in München stattfindet. Eröffnet wird die Fachmesse am Dienstag, 15. September, um 9.30 Uhr vom DAV-Vorsitzenden Dr. Hans-Peter Hubmann in Halle A1 ("inspiration LAB").

Rund 500 Aussteller präsentieren auf 33.000 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungen. Begleitet wird die Messe von einem Vortragsprogramm mit 200 Speakern. Parallel dazu tagt der Deutsche Apothekertag, unter anderem mit dem Themenforum "Gemeinsam besser versorgen: Die Primärversorgung der Zukunft".