Weltapothekertag: Apotheken stärken Versorgung und Prävention

Anlässlich des Weltapothekertags am 25. September hat ABDA-Präsident Thomas Preis die wichtige Rolle der Apotheken für die Gesundheitsversorgung hervorgehoben. "Für viele Patientinnen und Patienten ist die örtliche Apotheke die erste Anlaufstelle, wenn es um Gesundheitsberatung, Unterstützung und Beruhigung geht", sagte Preis in einem Video, das vom Weltapothekerrat (engl. World Pharmacy Council / WPC) veröffentlicht wurde.

Auch WPC-Präsident Prof. Trent Twomey aus Australien unterstreicht die Bedeutung der Apotheken in den Kommunen: "Wenn öffentliche Apotheken stark sind, sind auch die lokalen Gemeinschaften stark. Vielen Dank an alle Apothekerinnen und Apotheker sowie die Apothekenteams für alles, was Sie leisten." Allein in Deutschland tragen rund 70.000 Apothekerinnen und Apotheker in öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken, der Industrie, an Hochschulen und in Behörden dazu bei, die Arzneimittelversorgung sicherzustellen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. 

Auf die zentrale Rolle des Berufsstands verweist auch der Weltapothekerverband FIP. Unter dem diesjährigen Motto "Empowering pharmacists for healthier futures" hebt die Organisation zum Weltapothekertag den Beitrag von Apothekerinnen und Apothekern zur Prävention, Gesundheitsversorgung sowie zur Resilienz und Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme hervor. Angesichts der wachsenden Herausforderungen im Gesundheitswesen fordert die FIP Regierungen, politische Entscheidungsträger, Aufsichtsbehörden, Krankenversicherungen und die Öffentlichkeit auf, die Rahmenbedingungen für den Berufsstand weiter zu verbessern, verstärkt in Aus- und Weiterbildung zu investieren und Apothekerinnen und Apotheker stärker in die Gesundheitssysteme einzubinden.

In Österreich nutzt die Apothekerkammer den Weltapothekertag, um die Rolle der Apotheken bei Schutzimpfungen in den Fokus zu rücken. Ab 2027 sollen Impfungen dort nicht mehr ausschließlich in Arztpraxen, sondern auch in Apotheken möglich sein. Raimund Podroschko, Erster Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, bezeichnete dieses Potenzial in einer Pressemitteilung als "riesig". "Jetzt ist die Politik gefordert, diesen Auftrag auch tatsächlich umzusetzen: Der Start muss mit Jahresbeginn 2027 gelingen", sagte Podroschko.

In Deutschland sind Apotheken bei Impfangeboten bereits einen Schritt weiter. Künftig können sie Schutzimpfungen nicht mehr nur saisonal gegen Influenza und COVID-19 anbieten, sondern ihr Impfangebot ganzjährig ausweiten. Bereits in wenigen Wochen sollen beispielsweise auch Impfungen und Auffrischimpfungen gegen Tetanus und FSME sowie ausgewählte Reiseimpfungen in Apotheken möglich sein.

Einen umfassenden Überblick über das vielfältige Leistungsspektrum der Apothekenteams und die jüngsten Entwicklungen im Apothekenwesen bietet zudem das aktuelle statistische Jahrbuch der ABDA "Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2026".

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