Preis: Apotheken bauen Impfangebot zur Grippesaison aus

ABDA-Präsident Thomas Preis hat sich gegenüber der Rheinischen Post (23. September) und dem Kölner Stadt-Anzeiger (19. September) zum Start der Grippesaison 2026/27 sowie zum wachsenden Impfangebot in Apotheken geäußert.

Die ersten Grippeimpfstoffe für die Saison 2026/27 werden nach Angaben von Preis seit Mitte August schrittweise ausgeliefert. Ab Oktober werde bundesweit ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen, sagte der ABDA-Präsident, der zugleich Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein ist, dem Kölner Stadt-Anzeiger. Insbesondere ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich frühzeitig um einen Impftermin kümmern. Impfungen seien sowohl in Hausarztpraxen als auch in vielen Apotheken möglich.

Gegenüber der Rheinischen Post erklärte Preis, dass Apotheken Erwachsene ab 18 Jahren gegen Influenza und COVID-19 impfen dürfen und dieses Angebot weiter ausbauen wollen. Von den rund 3.500 Apotheken in Nordrhein-Westfalen hätten im vergangenen Jahr etwa 500 Impfungen angeboten. Durch die neuen Regelungen im Zuge der Apothekenreform rechnet Preis damit, dass sich die Zahl der impfenden Apotheken bereits kurzfristig verdoppeln wird.

Als wichtigen Fortschritt bezeichnete Preis zudem die Möglichkeit, Impfungen künftig nicht mehr nur saisonal im Herbst anzubieten. Apotheken könnten ihren Patientinnen und Patienten künftig ganzjährig Impfungen ermöglichen. Bereits in wenigen Wochen seien beispielsweise auch Impfungen und Auffrischimpfungen gegen Tetanus oder FSME sowie Reiseimpfungen in Apotheken vorgesehen.

Kritik aus Ärzteverbänden am Impfangebot der Apotheken wies Preis zurück. Die Impfquoten in Deutschland seien weiterhin zu niedrig. Zudem zeigten Befragungen, dass gerade Menschen das niedrigschwellige Angebot der Apotheken nutzten, die sich andernfalls häufig nicht impfen lassen würden.

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