Gastbeitrag bei Handelsblatt Live: ABDA-Vizepräsidentin Dr. Ina Lucas über die Rolle der Apotheken in Krisenzeiten

Die Bedeutung der Apotheken für die Krisenvorsorge im Gesundheitswesen steht im Mittelpunkt eines Gastbeitrags von Dr. Ina Lucas, ABDA-Vizepräsidentin, auf Handelsblatt Live. Unter der Überschrift „Wenn die Krise kommt, zählt die Apotheke vor Ort“ beschreibt sie die zentrale Rolle der Apotheken für eine stabile Arzneimittelversorgung auch unter außergewöhnlichen Bedingungen. 

Ausgehend von einem Stromausfall im Berliner Südwesten Anfang des Jahres macht Dr. Lucas deutlich, wie wichtig belastbare Versorgungsstrukturen, funktionierende Lieferketten und verlässliche Kommunikationswege für die Gesundheitsversorgung sind. Apotheken seien dabei oft die letzte und zugleich wohnortnahe Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten. Ihre flächendeckende Präsenz mache sie zu einem wichtigen Stabilitätsfaktor in Krisensituationen. 

Angesichts möglicher Krisen- und Ausnahmesituationen gewinnt die Stärkung resilienter Versorgungsstrukturen auch auf Bundesebene an Bedeutung. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einem Gesundheitssicherstellungsgesetz (GeSiG), welche die medizinische Versorgung in Krisen- und Verteidigungsfällen regeln und die Resilienz des Gesundheitswesens stärken soll. 

Das GeSiG soll laut Dr. Lucas deshalb einen verlässlichen Rahmen für drei zentrale Aufgaben schaffen: Apotheken verbindlich in die staatliche Krisenplanung einbeziehen, ihnen in festgestellten Krisenlagen rechtssichere Handlungsmöglichkeiten geben und die technischen, personellen sowie finanziellen Voraussetzungen für ihre Arbeit schaffen.

Zugleich betont die ABDA-Vizepräsidentin, dass eine leistungsfähige Krisenvorsorge belastbare Lieferketten, funktionierende Kommunikationswege sowie ausreichende technische, personelle und finanzielle Voraussetzungen voraussetzt. Nur so könne die Arzneimittelversorgung auch unter außergewöhnlichen Bedingungen sichergestellt werden. 

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