Francke spricht über digital gestützten Medikationsprozess (dgMP)

Im gematik-Magazin "Rundum digital" (09/26) hat DAV-Vorstand Dr. Jan-Niklas Francke über seine Erwartungen an den digital gestützten Medikationsprozess (dgMP) gesprochen. Dabei zieht er zunächst eine positive Zwischenbilanz der Digitalisierung: Informationen zu Lagerbeständen seien heute unmittelbar verfügbar, Prüfungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit würden digital unterstützt durchgeführt, und das E-Rezept lasse sich interoperabel weiterverarbeiten.

Vom elektronischen Medikationsplan (eMP) erwartet Francke vor allem mehr Aktualität und Struktur. Arztpraxen und Apotheken würden künftig auf Grundlage desselben Medikationsplans arbeiten, Hinweise austauschen und die Zusammenarbeit weiter intensivieren. Für Patientinnen und Patienten bedeute dies eine präzisere Beratung: Da auch pausierte und abgesetzte Medikamente im eMP dokumentiert werden, könnten Therapieumstellungen im Gespräch nachvollziehbar erläutert werden. Wer die ePA-App nutzt, kann den Medikationsplan zudem selbst einsehen.

Den zusätzlichen Aufwand, etwa durch Nachträge in der elektronischen Medikationsliste (eML), stellt Francke nicht in Abrede, hält ihn jedoch für lohnend. Insbesondere bei OTC-Präparaten könne die Dokumentation dazu beitragen, potenzielle Risiken sichtbar zu machen. Von diesem Mehrwert, so seine Überzeugung, ließen sich Versicherte im persönlichen Gespräch überzeugen.

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