DAT 2026: Apothekenthemen in den Schlagzeilen

Die Themensetzung ist aufgegangen: Der von der ABDA am vergangenen Montag präsentierte Fünf-Punkte-Forderungskatalog und die Kritik am Versandhandel haben die gesundheitspolitische Berichterstattung der vergangenen Tage geprägt.

Eröffnet wurde die DAT-Woche am vergangenen Montag mit einer Pressekonferenz, auf der ABDA-Präsident Thomas Preis die Ergebnisse des Apothekenklima-Index (AKI), die neuesten Apothekenzahlen sowie den Fünf-Punkte-Forderungskatalog vorstellte. Begleitend berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter der Überschrift "Zahl der Apotheken sinkt – etwas langsamer". Darin wird Preis mit den Worten zitiert: "Das Apothekensterben hat sich zwar etwas verlangsamt, hält aber weiter an. Wir haben inzwischen die niedrigste Apothekenzahl seit fast fünf Jahrzehnten." In einer weiteren Agenturmeldung mit der Überschrift "Apotheke statt Arztpraxis? Was geht da alles?" ging es um Gesundheitsdienstleistungen in Apotheken.

Auch im ZDF-Morgenmagazin warnte der ABDA-Präsident vor den Folgen des anhaltenden Rückgangs: "Wir verlieren immer noch viel zu viele Apotheken." Das sei schlecht für die Bürgerinnen und Bürger. Seine Forderung: "Das Apothekennetz muss stabilisiert werden." Auf den Versandhandel angesprochen, betonte Preis zudem, dass die Menschen in Notsituationen auf eine Apotheke in ihrer Nähe angewiesen seien. Außerdem forderte der ABDA-Präsident den Gesetzgeber dazu auf, dem von ausländischen Versendern praktizierten Zuzahlungserlass einen Riegel vorzuschieben.

Über das Impfangebot der Apotheken berichtete die Tagesschau. "Gerade diese neuen Angebote sind eine Chance für jede Apotheke", sagte Preis in dem Videobeitrag. Das würden große und kleine Apotheken gleichermaßen anbieten. Über die aktuellen Apothekenzahlen und die politischen Forderungen der Apothekerschaft berichteten unter anderem n-tv, Deutschlandfunk und der Bayerische Rundfunk.

Der Bayerische Rundfunk griff in einem weiteren Beitrag die zusätzlichen Angebote der Apotheken auf und titelte: "Apotheken setzen auf zusätzliche Angebote für Patienten". Zugleich verwies der Sender auf die weiterhin angespannte Stimmung innerhalb des Berufsstandes. So wird ABDA-Präsident Preis mit der Einschätzung zitiert, dass sich die Stimmung zwar verbessert habe, die Verärgerung über aus Sicht vieler Apothekerinnen und Apotheker übermäßige Bürokratie jedoch weitgehend unverändert geblieben sei.

T-Online thematisierte insbesondere die geplante Ausweitung von Impfangeboten in Apotheken. Dort heißt es: "Wer sich impfen lassen möchte, muss dafür in vielen Fällen nicht mehr zum Arzt gehen, sondern kann hierfür auch eine Apotheke aufsuchen." Auch das Magazin 17:30 SAT.1 Bayern griff diesen Aspekt auf und berichtete ausführlich darüber. Gegenüber SAT.1 betonte Preis: "Wir wollen die Versorgung stärken."

Über die Rolle der Apotheken als Gesundheitslotsen berichteten zudem tagesschau.de, der MDR und das Handelsblatt. Der SWR hob hervor, dass Apothekerinnen und Apotheker einen wichtigen Beitrag zur Versorgung leisten könnten. Dazu kam unter anderem Petra Engel-Djabarian zu Wort. Sie betreibt eine Apotheke in Worms und ist zugleich Pressesprecherin sowie dritte Vorsitzende des Landesapothekerverbandes Rheinland-Pfalz.

Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Dr. Hans-Peter Hubmann, begrüßte in der Rhein-Neckar-Zeitung die geplante Apothekenreform, bewertete sie jedoch als nicht ausreichend. "Der 13-jährige Honorarstillstand wird nur ein Stück korrigiert. Deswegen kommen die Apotheker nicht besser weg als andere", sagte Hubmann.