Breite Medienberichterstattung zur Apothekenreform

Die vom Bundestag beschlossene Apothekenreform fand viel Beachtung in den Medien. Große Nachrichtenagenturen, TV-Sender, Radiosender und Regionalmedien berichteten ausführlich über neue pharmazeutische Dienstleistungen und die noch fehlende Honorarerhöhung.

In der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau (22. Mai) war die Lage der Apotheken sogar einen Aufmacher wert. "Die Zahl der Apotheken sinkt seit Jahren", lauteten die ersten Worte von Sprecher Thorsten Schröder. Im Beitrag selbst wird aus einer Apotheke in Pfalzdorf am Niederrhein (NRW) berichtet. Inhaber Bastian Schlotmann: "Dadurch, dass die Ärztedichte dünner wird, wird es, glaube ich, wichtiger, dass die Apotheke einfach der Anlaufpunkt für Gesundheitsthemen wird."

ABDA-Präsident Thomas Preis erhielt viele Interviewanfragen. Im ZDF-Mittagsmagazin (22. Mai) sagte er zur Reform: "Wir werden im Bereich der Prävention und Früherkennung von Erkrankungen neue Aufgaben übernehmen. Die Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger wird durch diese Reform besser werden." Im WDR 5 Das Wirtschaftsmagazin erläuterte Preis, dass die Apotheken seit 13 Jahren auf eine Honorarerhöhung warten: "Die Krankenkassen haben in dieser Zeit über 70 Prozent mehr Beiträge eingenommen. Das Geld ist für andere Versorgungsbereiche ausgegeben worden, die Apotheken sind leer ausgegangen. Aber in dieser Zeit sind die Kosten in den Apotheken extrem gestiegen, und deshalb geht die betriebswirtschaftliche Rechnung nicht mehr auf."

Auch das ARD-Magazin plusminus (27. Mai) beschäftigte sich zwar mit dem Rückgang der Apotheken, zeigte zugleich aber positive, zukunftsfähige Entwicklungen wie die pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) auf. Nur die Hälfte der Apotheken bietet diese derzeit an, heißt es in dem Beitrag. Dazu erklärte der ABDA-Präsident: "Wir haben ein großes Problem bei den pDL, dass sie nicht ausreichend vergütet werden. Deshalb ist es auch nicht so einfach für jede Apotheke, diese Leistung zu erbringen." Mit den Krankenkassen würden deshalb neue Preise verhandelt. Man gehe davon aus, dass dann noch mehr Apotheken das Thema pharmazeutische Dienstleistungen aufgreifen.

Die Vizepräsidentin der ABDA, Dr. Ina Lucas, sprach sich im Focus (29. Mai) für ein engeres Zusammenspiel der Gesundheitsberufe aus. "Es ist nicht unsere Absicht, den Haus- und Fachärzten Diagnose und Therapie streitig zu machen. Das ist deren Sache. Und so soll es auch bleiben. Wir bringen unsere pharmazeutische Expertise ein für niederschwellige Angebote." 

Die Nachrichtenagentur dpa informierte in einem Servicestück mit der Überschrift "Neue Angebote in Apotheken – das kommt für Patienten" über die Reform. "Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßte, dass mehr Leistungen möglich werden. Das helfe den Patienten unmittelbar und trage zur Entlastung des Gesundheitssystems bei, sagte Präsident Thomas Preis", heißt es dort. Eine FAQ-Seite erstellte tagesschau.de

In der Sendung ZDF heute kam auch der Vorsitzende des Apothekerverbands Mecklenburg-Vorpommern, Markus Oelze, zu Wort. Oelze hat eine Apotheke in Jarmen und sagte: "Gerade im ländlichen Raum ist jeder Standort versorgungsrelevant". 

Über die Apothekenreform berichteten unter anderem auch Deutschlandfunk Kultur, Express, Berliner Zeitung, FAZ, BILD und Spiegel Online.

(Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 29. Mai 2025 aktualisiert.)