Ukraine, Südsudan, Nepal: Hilfsorganisationen der Apotheker versorgen Menschen
Auch mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges bleibt die medizinische Versorgung in der Ukraine auf internationale Unterstützung angewiesen. Apotheker ohne Grenzen hat deshalb Ende September 2026 gemeinsam mit Partnern Medikamente und medizinisches Equipment im Wert von rund 100.000 Euro an eine spezialisierte Kinderherzklinik in der ukrainischen Stadt Dnipro geliefert. Die Hilfsgüter umfassten insgesamt 1,8 Tonnen Material, darunter 1,3 Tonnen Medikamente sowie 0,5 Tonnen medizinisches Equipment. Wie ein solcher Hilfseinsatz vorbereitet und umgesetzt wird, erklärt Projektkoordinator Max Haselbach im Podcast „PZ nachgefragt“. Die Folge „1,3 Tonnen Medikamente für die Ukraine“ ist auf der PZ-Website abrufbar.
Wie wirksame Hilfe gegen Epilepsie im Südsudan geleistet wird, erklärt derweil Apotheker helfen (Quelle: Newsletter September 2026). Bei einem Gespräch in München habe die Gesundheitskoordinatorin der Diözese Wau eindrucksvoll davon berichtet. „Ein Mitarbeiter des Gesundheitsprogramms fährt regelmäßig zu den Patient*innen in die abgelegenen Dörfer. Er bringt die dringend benötigten Medikamente und stellt sicher, dass sie richtig eingenommen werden. Denn die durch Onchozerkose ausgelöste Epilepsie muss dauerhaft behandelt werden“, heißt es bei Apotheker helfen. Die Behandlung bedeute für die Betroffenen weit mehr als medizinische Versorgung – sie helfe ihnen, arbeitsfähig zu bleiben und damit ihr Einkommen zu sichern.
Das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker erinnert daran, dass eine Sturzflut in Nepal zu einer Katastrophe geführt hat (Quelle: Der Rundblick Nr. 5 / 2026 – Newsletter der Patientenbeauftragten des LAV Baden-Württemberg). Die Schlammlawine hatte Menschen und Häuser unter sich begraben, Straßen und Brücken wurden weggerissen. Mehr als 1.400 Menschen werden noch vermisst, so der Newsletter. Grundlegendes wie Wasser, Nahrung, Schutz und medizinische Versorgung würden immer noch fehlen. Der Projektpartner des Hilfswerks, action medeor, arbeite mit der lokalen Organisation ECCA in der Region zusammen – seit der Katastrophe in engem Austausch, um zu klären, was vor Ort benötigt wird.
Die Hilfsorganisationen der Apothekerschaft und Spendenmöglichkeiten finden Sie hier: https://www.abda.de/ueber-uns/gesellschaftliches-engagement/hilfsorganisationen/