Tiede: Hitze kann Wirkung von Medikamenten verändern

Die Bundesapothekerkammer (BAK) warnt vor den gesundheitlichen Folgen der aktuellen Hitzewelle. Medikamente verlieren bei hohen Temperaturen häufig an Wirksamkeit.

"Wenn keine Wirkung eintritt, der Schmerz zum Beispiel nicht nachlässt, dann ist das ein Warnsignal", sagte BAK-Vorstandsmitglied Stephanie Tiede der "Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)". Bis zu 25 Grad sei die Lagerung grundsätzlich risikofrei. "Bei höheren Temperaturen kommt es darauf an, wie lange ein Medikament der Hitze ausgesetzt ist." Kurze Strecken, etwa der direkte Transport von der Apotheke nach Hause, seien normalerweise unproblematisch, so Tiede. Auch daheim gelte es jedoch, auf die richtige Lagerung zu achten: "Medikamente sollten zu Hause möglichst kühl und lichtgeschützt gelagert werden."

Auch Marco Bubnick, Leiter einer Apotheke in Schwerin und Vizepräsident der Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern, gibt in der Zeitungsbeilage "Prisma" (13.7.) wichtige Hinweise zum Thema. "Im Sommer können Hitze und Sonne die Wirkung von Arzneimitteln verändern oder Nebenwirkungen verstärken. Viele Kunden sind überrascht, wenn ich sie dazu berate", schreibt Bubnick. Betroffen seien unter anderem blutdrucksenkende Medikamente, Entwässerungsmittel, Arzneimittel gegen Diabetes, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Abführmittel sowie Medikamente zur Behandlung von Depressionen. Patientinnen und Patienten sollten die Medikation bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln niemals eigenmächtig verändern, mahnte der Apotheker.

zurück zur Übersicht