Hitzeaktionstag: ABDA unterstützt Forderung nach besserem Hitzeschutz

Deutschland ist nach Einschätzung von Gesundheits- und Klimaexperten bislang nicht ausreichend auf Extremhitze als Krisenlage vorbereitet. Darauf macht ein Bündnis aus mehr als 150 Institutionen und Verbänden aus Gesundheitswesen, Pflege und Zivilgesellschaft aufmerksam – darunter auch die ABDA.

Anlässlich des Hitzeaktionstags 2026 (11. Juni) fordern die Organisationen, Hitzeschutz verbindlich in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz zu verankern. In einem gemeinsamen Positionspapier warnen sie vor den Folgen extremer Hitzeereignisse: In sogenannten „Hitzedom“-Lagen könnten innerhalb weniger Tage Zehntausende Todesfälle auftreten. Auf ein solches Szenario sei Deutschland bisher nicht ausreichend vorbereitet.

Aus pharmazeutischer Sicht ist Hitze ein relevantes Risiko, da sie die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen kann. Apothekenteams können dazu beitragen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und Komplikationen zu vermeiden. Die ABDA hat gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) kürzlich eine digitale Fortbildungsreihe ("Town Halls") gestartet. Passend zum kommenden Sommer ging es zum Auftakt der Veranstaltung um "Hitze und Arzneimittel – Sicher beraten im Sommer".

Ergänzend hat die ABDA das Thema in der Fachöffentlichkeit aufgegriffen: In der "Pharmazeutischen Zeitung" (20/2026) erläutert ABDA-Referentin Dr. Linda Ruppert, wie eine klimasensible Beratung in Apotheken gelingen kann. Informationsmaterialien sind auf der ABDA-Website – teilweise im geschützten Bereich – sowie auf der Homepage des Hitzeaktionstags unter www.hitzeaktionstag.de verfügbar.

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