Lieferengpässe in Apotheken: 17 Stunden Mehraufwand pro Woche in jedem Team

Der wöchentliche Zusatzaufwand, den durchschnittlich jedes Apothekenteam für die Bewältigung von Lieferengpässen bei Medikamenten aufwenden muss, beträgt 17 Stunden. 

Dieser Zusatzaufwand wird in den Apothekenteams zumeist als „moderat“ (36,5 Prozent) oder „hoch“ (26,4 Prozent) eingeschätzt. Es deutet sich somit zwar eine Normalisierung des zeitlichen und personellen Aufwands an, aber neun von zehn Apotheken in Deutschland (86,8 Prozent) können eben auch keinen Rückgang bei ebendiesem Aufwand erkennen.

Die Rücksprache mit Ärzten (68,0 Prozent) und die Kommunikation mit Patientinnen (63,4 Prozent) gehören dabei zu den größten Herausforderungen in diesem Kontext. Das sind Umfrageergebnisse aus dem Apothekenklima-Index (AKI) 2026, der erstmals zum Deutschen Apothekertag 2026 in München veröffentlich wurde. Der AKI ist eine jährlich seit 2016 von der ABDA beauftragte, repräsentative Umfrage unter 500 Inhaberinnen und Inhabern von Apotheken in Deutschland, die jeweils aktuelle Stimmungen, Meinungen und Bewertungen widerspiegelt.

Seit Jahren gehören Lieferengpässen laut AKI zu den größten Ärgernissen im Apothekenalltag – in diesem Jahr geben mehr als die Hälfte (54,6 Prozent) aller Inhaberinnen und Inhaber diese Bewertung ab. Derzeit gefährden in den befragten Apotheken laut AKI 2026 insbesondere Lieferengpässe bei Psychopharmaka (64,6 Prozent) die ordnungsgemäße Patientenversorgung, wohingegen Lieferengpässe bei Antibiotika deutlich seltener genannt werden (29,4 Prozent).

Neueste Fakten zu Lieferengpässen, eine Analyse der Ursachen sowie die Positionen der Apothekerschaft sind im aktualisierten Faktenblatt auf abda.de zusammengestellt.

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