Kein Termin? Was die Apotheke leisten kann!

Kein schneller Termin beim Haus- oder Facharzt verfügbar? In vielen Fällen kann die Apotheke weiterhelfen. Darauf weist ABDA-Vizepräsidentin Dr. Ina Lucas in ihrer Kolumne für die Zeitungen der FUNKE-Mediengruppe hin. Viele Fragen und Anliegen ließen sich direkt in der Apotheke klären. Dass Patientinnen und Patienten dabei ausschließlich nach einem bestimmten Präparat fragen, komme deutlich seltener vor, als oft angenommen werde.

"Jemand steht mit tränenden Augen vor mir und fragt, ob die auftretenden Beschwerden allergisch bedingt sein könnten. Eine Mutter ist unsicher, ob ihr fiebriges Kind zum Arzt muss oder ob Wadenwickel ausreichen. Jemand hat im Internet über ein Wundermittel etwas gelesen und fragt mich, ob das seiner demenzkranken Mutter helfen könnte", berichtet sie.

Oft könne man direkt helfen, schreibt Lucas. Manchmal reichten eine kurze Erklärung und das Hinterfragen der Eigendiagnose aus. In anderen Fällen laute die Empfehlung jedoch: Bitte lassen Sie das ärztlich abklären.

Sie halte die aktuelle Diskussion über die sogenannte Primärversorgung für besonders wichtig. Apotheken seien für viele Menschen niedrigschwellig erreichbar. "Deshalb sollten Apotheken künftig stärker eingebunden werden, wenn es darum geht, Menschen gleich bei ihrem ersten Kontakt mit dem Gesundheitswesen Orientierung zu bieten", so Lucas.

Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, die Kompetenzen von Ärztinnen und Ärzten infrage zu stellen. Vielmehr wolle man in Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft mehr Verantwortung für die Versorgung der Patientinnen und Patienten übernehmen.

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