Apotheken Umschau: Strunz wirbt für elektronischen Medikationsplan

Millionen Versicherte in Deutschland haben Anspruch auf einen Medikationsplan – ein Dokument, das alle aktuell angewendeten Arzneimittel bündelt und damit die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) deutlich verbessern kann. Umfragen zeigen jedoch immer wieder, dass ein Großteil der Berechtigten keinen Medikationsplan besitzt.

Die "Apotheken Umschau" (27. Mai) hat die wichtigsten Fragen rund um das Thema beantwortet: Wer hat Anspruch, was gehört in den Plan, und welche Rolle spielen Apotheken? ABDA-Referentin Dr. Ann Kathrin Strunz betont den Mehrwert für Patientinnen und Patienten: "Der Medikationsplan ist für Patientinnen und Patienten sehr wertvoll, da sie so einen Gesamtüberblick über ihre Medikation bekommen." Denn wer mehrere Medikamente einnimmt, ist häufig auch bei verschiedenen Ärztinnen und Ärzten in Behandlung – der Plan hilft dabei, Doppelverordnungen und Wechselwirkungen zu verhindern. Strunz rät darum jedem, der Anspruch darauf hat, sich einen Plan anfertigen zu lassen.

Der Medikationsplan wird zukünftig auch in die elektronische Patientenakte (ePA) integriert. Strunz mahnt: "Die reine Verfügbarkeit in der ePA macht den eMP noch nicht zu einem guten Medikationsplan." Entscheidend bleibe, dass der Plan vollständig ist und regelmäßig aktualisiert wird. Dabei sind Arztpraxen und Apotheken gleichermaßen in der Verantwortung.

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