Fink begrüßt EU-Pläne für mehr Medikamentenproduktion in Europa

Der Vorsitzende des Thüringer Apothekerverbandes, Stefan Fink, begrüßt, dass die Europäische Union die Medikamentenherstellung in Europa fördern will. Der Apotheker aus Weimar bezeichnete den jüngsten Vorstoß aus Brüssel gegenüber MDR Aktuell als "absolut sinnvoll", weil Hersteller einen stärkeren Anreiz bekommen, wieder in Europa zu produzieren. Im Rahmen eines Trilog-Verfahrens hatten sich das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat vor wenigen Tagen über Änderungen zum Critical Medicines Act (CMA), einem von der EU-Kommission vorgelegten Gesetzentwurf, geeinigt. 

Viele einfache Medikamente wie Paracetamol werden nach Angaben von Fink hauptsächlich in China und Indien produziert. Wenn es dort Probleme gebe, spürten das auch die Apotheken in Deutschland, so Fink: "Die Abhängigkeit ist schon relativ groß von den asiatischen Herstellern. Weil einfach der Kostendruck in Europa viel zu hoch war und eine Herstellung von billigen, einfachen Medikamenten nicht mehr lukrativ war." Der Apotheker musste insbesondere während der Corona-Pandemie seine Kunden häufig wegen Lieferengpässen vertrösten: "Beispielsweise Fieberschmerzmittel für Kinder, es gab Antibiotika, die nicht mehr vorrätig waren. … Teilweise war es dann ersetzbar durch andere Medikamente, aber manchmal musste man auch im Endeffekt lange warten." 

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