DAV-Wirtschaftsforum: Wertschöpfung durch Apotheken für Volkswirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft ist nicht nur ein Kostenfaktor, sondern auch eine Leitbranche. Apotheken und andere gesundheitswirtschaftliche Akteure erzielen mit jedem generierten Euro auch zusätzliche Wertschöpfung in der gesamten Volkswirtschaft. Und: Prävention – in Apotheken und anderswo – muss wegen ihrer makroökonomischen Positiveffekte zu einer zentralen Säule der Gesundheitspolitik werden. Das sind die zentralen Thesen von Dr. Sandra Zimmermann, Head of Scientific Dialogue, WIFOR Institute, die sie am heutigen Mittwoch (6. Mai 2026) auf dem DAV-Wirtschaftsforum in Berlin vorstellte. In ihrem Keynote-Vortrag „Investitionen in Gesundheit für eine resiliente Gesellschaft“ sprach sie über die ökonomische Bedeutung von Gesundheitswirtschaft und Apotheken. 

Zimmermanns Berechnungen zufolge generierten die Apotheken 6,4 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung im Jahr 2025. Damit erzielten sie einen Anteil von 5,0 Prozent an der Bruttowertschöpfung (BWS) aller weiteren Teilbereiche der Gesundheitswirtschaft. Das durchschnittliche jährliche Wachstum dieser Bruttowertschöpfung seit 2016 beträgt 3,4 Prozent. Mit jedem generierten Euro Bruttowertschöpfung durch die Apotheken werde durch nachgelagerte volkswirtschaftliche Prozesse ein weiterer Euro in der deutschen Gesamtwirtschaft erzeugt, so die WIFOR-Expertin Dr. Sandra Zimmermann. 

Dabei sichern die Apotheken nicht nur die wohnortnahe Versorgung, sondern haben gerade in Brandenburg und Sachsen eine besonders hohe Bedeutung. Laut Zimmermann liegt der Anteil der Apotheken-Bruttowertschöpfung an den weiteren Teilbereichen der Gesundheitswirtschaft in Brandenburg bei 8,2 Prozent (Bundesdurchschnitt 2023: 5,1 Prozent). Und der Anteil der Apotheken-Erwerbstätigen an den weiteren Teilbereichen der Gesundheitswirtschaft liegt in Sachsen bei 9,9 Prozent (Bundesdurchschnitt 2023: 7,2 Prozent). Der komplette Vortrag von WIFOR-Ökonomin Dr. Sandra Zimmermann ist hier verfügbar. 

 

 

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