12/16 Informationen der Institutionen und Behörden: Ergebnis der PRAC-Analyse zum Pneumonie-Risiko bei COPD-Patienten unter Behandlung mit inhalativen Glucocorticoiden

AMK / Der PRAC hat das bereits bekannte Pneumonie-Risiko unter der Therapie mit Glucocorticoid-haltigen Inhalativa bei Patienten mit COPD untersucht (1). Anhand der Ergebnisse neuerer Studien und Metaanalysen wurde analysiert, ob das für Fluticason gefundene Risiko auch für andere in der Behandlung der COPD eingesetzte Glucocorticoide besteht und ob sich dieses bei den Wirkstoffen Beclometason, Budesonid, Flunisolid, Fluticasonpropionat und Fluticasonfuroat unterscheidet.

Der PRAC bestätigt, dass für COPD-Patienten, welche inhalative Glucocorticoide anwenden - unabhängig vom verwendeten Wirkstoff - ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Lungenentzündung besteht. Er kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass der Nutzen der Anwendung das Risiko weiterhin übersteigt und dass keine Veränderungen der Anwendungsvorgaben erforderlich sind.

Betroffene Patienten und Fachpersonen sollten lediglich auf die Symptome einer Lungenentzündung achten (2). /

Quellen
1) AMK; Risikobewertungsverfahren zur Entwicklung einer Pneumonie unter inhalativen Glucocorticoiden in der Behandlung der COPD. Pharm. Ztg. 2015, (160) 22:89
2) EMA; PRAC reviews known risk of pneumonia with inhaled corticosteroids for chronic obstructive pulmonary disease. www.ema.europa.eu -> Find medicine -> Human medicines -> Referrals (18. März 2016) [Pharm. Ztg. 2016 (161) 12:93]