ABDA-Vorstand zu Gesprächen in Brüssel

Der Vorstand der ABDA ist in dieser Woche nach Brüssel gereist, um dort zahlreiche politische Gespräche zu führen. Zur Delegation gehörten ABDA-Präsident Thomas Preis, ABDA-Vizepräsidentin Dr. Ina Lucas, der Präsident der Bundesapothekerkammer, Dr. Armin Hoffmann, die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Anke Rüdinger, ABDA-Vorstandsmitglied Silke Laubscher sowie die ABDA-Hauptgeschäftsführerin Franziska Erdle und der ABDA-Bereichsleiter Recht, Michael Jung.

Den Auftakt bildete am Dienstag ein Treffen mit den Kolleginnen und Kollegen des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU; englisch: PGEU, französisch: GPUE). Im Mittelpunkt standen aktuelle Gesetzesvorhaben wie der Critical Medicines Act, das Pharmapaket sowie die Medizinprodukteverordnung. Zudem wurde die Rolle der Apotheken beim Aufbau eines resilienten Gesundheitssystems erörtert.

Im Anschluss tauschte sich der Vorstand in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens mit Vertreterinnen und Vertreter der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern aus. Dabei ging es um die Stärkung der Resilienz im Gesundheitswesen sowie um die Risiken, die der grenzüberschreitende Versandhandel für ein wohnortnahes und flächendeckendes Versorgungsnetz öffentlicher Apotheken mit sich bringt.

Weitere Gespräche führte die ABDA-Spitze mit der Referatsleitung Gesundheit der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union. Themen waren Maßnahmen gegen Lieferengpässe, das Pharmapaket, die Notwendigkeit einer weiterhin gedruckten Packungsbeilage sowie die zentrale Rolle der Apotheken beim Aufbau resilienter Versorgungsstrukturen.

Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Austausch mit den Europaabgeordneten Oliver Schenk und Marion Walsmann (beide EVP/CDU). Im Mittelpunkt standen europäische Maßnahmen zur Bekämpfung von Arzneimittelengpässen, Zukunftsmodelle für öffentliche Apotheken sowie die Herausforderungen durch den grenzüberschreitenden Versandhandel mit Arzneimitteln.

Am Mittwoch sprach der Vorstand mit dem Europaabgeordneten Peter Liese (EVP/CDU) über die Bedeutung der Versorgungssicherheit und die europäischen Maßnahmen zu ihrer Stärkung, insbesondere den Critical Medicines Act. Im abschließenden Gespräch mit dem Europaabgeordneten Bernd Lange (S&D/SPD) ging es um handelspolitische Herausforderungen für die Europäische Union, die Risiken der aktuellen internationalen Spannungen für die Arzneimittelversorgung sowie die Probleme eines nicht ausreichend kontrollierten grenzüberschreitenden Versandhandels mit Arzneimitteln.

Mit der Reise vom 8. bis 9. September unterstreicht die ABDA die Bedeutung des politischen Austauschs auf europäischer Ebene für die Apothekerschaft.