TI-Atlas 2026: ePA und eMP schaffen spürbaren Nutzen für Apotheken

Der TI-Atlas 2026 der gematik zeigt zum sechsten Mal, wie sich die Digitalisierung im Gesundheitswesen entwickelt. Für die Studie wurden rund 5.000 Einrichtungen und 1.400 Versicherte befragt. Wie die gematik in einer Pressemitteilung schreibt, hat sich die elektronische Patientenakte (ePA) etabliert – etwa zwei Drittel der medizinischen Einrichtungen und Apotheken berichten, dass Patienteninformationen dadurch schneller verfügbar sind.

17 Prozent der über 500 befragten Apotheken nutzen die ePA regelmäßig. Fast jede Apotheke (94 Prozent), die bereits die ePA regelmäßig im Einsatz hat, berichtet, dass sie mindestens einmal bereits Risiken für Patientinnen und Patienten durch die Medikationsliste erkennen konnte. Außerdem ist die Zufriedenheit mit der ePA bei den Apotheken im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent gestiegen und liegt mittlerweile bei 84 Prozent.

Von der Einführung des elektronischen Medikationsplans (eMP) im Jahr 2026 in Ergänzung zur elektronischen Medikationsliste (eML) erhoffen sich Apotheken ähnlich wie Arztpraxen und Pflegeheime, eine deutlich verbesserte Vollständigkeit und Aktualität der Medikationsinformationen wenn auch sie noch weiteren Verbesserungsbedarf sehen. Die Einführung des eMP könnte somit zu einem weiteren Anstieg der Nutzung der ePA in den Apotheken führen.

gematik-Geschäftsführer Dr. Florian Hartge: "Der TI-Atlas 2026 zeigt, dass digitale Anwendungen im Versorgungsalltag verankert sind und dort konkreten Nutzen schaffen. […] Auch Anwendungen wie das E-Rezept und die Kommunikation im Medizinwesen (KIM) sind aus dem Versorgungsalltag nicht mehr wegzudenken und zeigen, wie digitale Prozesse zunehmend selbstverständlich werden."