Geschäftsbericht: Erdle zieht positive Bilanz
Die Hauptgeschäftsführerin der ABDA, Franziska Erdle, hat beim Deutschen Apothekertag 2026 eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2025/2026 gezogen. Im Mittelpunkt ihres Berichts stand das Apothekenreformpaket. Die ABDA begleitete es mit einer breit angelegten politischen Kampagne. Dazu gehörten unter anderem bundesweite Protestaktionen.
Erdle berichtete, dass es sie persönlich beeindruckt habe, mit welch großer Geschlossenheit die Apothekerschaft die Protestphase im März 2026 bewältigt habe. Die ABDA-Hauptgeschäftsführerin wies auch auf die große Aufmerksamkeit hin, die die Proteste erreicht haben. Nach Angaben von Erdle erschienen im Umfeld der Aktionen mehr als 3.500 Medienbeiträge. Die potenzielle Gesamtreichweite lag bei rund 1,1 Milliarden Medienkontakten.
Auch die begleitende Kampagne stieß auf großes Interesse. Die bereitgestellten Informations- und Aktionsmaterialien wurden von den Apotheken rund 185.000-mal heruntergeladen. Das war mehr als siebenmal so häufig wie bei vergleichbaren Kampagnen. Erdle wertete die Zahlen als Beleg für die hohe Mobilisierungsfähigkeit und den starken Zusammenhalt der Apothekerschaft.
Als wichtigste politische Erfolge im vergangenen Geschäftsjahr nannte die ABDA-Hauptgeschäftsführerin unter anderem die Erhöhung des Packungsfixums, neue Perspektiven für künftige Vergütungsverhandlungen sowie die Aufnahme zahlreicher ABDA-Forderungen in das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). Dazu zählen unter anderem erweiterte Impfangebote, Medikationsmanagement, Point-of-Care-Testungen und weitere pharmazeutische Dienstleistungen.
Zugleich betonte Erdle, dass die wirtschaftliche Stabilisierung der Apotheken weiter eine zentrale Herausforderung bleibe. Auch künftig will die ABDA die Rolle der Apotheken in der Primärversorgung stärken, neue Versorgungsangebote etablieren und die Interessen der Apothekerschaft auf nationaler wie auf europäischer Ebene entschlossen vertreten.