AMK-PHAGRO-Schnellinformation: Weitere Fälschungen von Herceptin aufgetaucht

Weitere Fälschungen von Herceptin® (Trastuzumab) 150 mg Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats

Chargen: H4105B01, H4136B02, H4150B01, H4152B04, H4168B02, H4169B01, H4171B01, H4179B02, H4180B01, H4184B01, H4185B02, H4194B01, H4195B01, H4261B01, H4263B02, H4279B01, H4293B01, N1001B01, N1002B02, N1002B03, N1010B02

Zusätzlich zu den in der AMK-PHAGRO Schnellinformation vom 17.04.2014 genannten Herceptin®-Chargen hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) den sofortigen Rückruf weiterer Chargen Herceptin® angeordnet. Die genannten Arzneimittelchargen gelangten lt. PEI/EMA aus Italien illegal in den Handel und wurden von Parallelvertreibern bezogen, die diese nach Deutschland verbracht haben. Die genannten Chargen von Herceptin® wurden lt. PEI/EMA von dem Originalanbieter (Fa. Roche) nicht in Deutschland in den Verkehr gebracht.
Die gefälschten Arzneimittel stellen eine akute Gefährdung der Patienten dar. Das PEI hat die betroffenen Importeure angewiesen, belieferte Großhandlungen und Apotheken direkt zu kontaktieren und den Rückruf aus den Apotheken und von den Anwendern individuell durchzuführen und zu dokumentieren.
Die AMK empfiehlt allen Apotheken dennoch vorsorglich den Bestand auf die genannten Chargen hin zu überprüfen. Die betroffenen Packungen dürfen nicht angewendet werden und sind zu separieren. Die Rücknahme ist mit betroffenen Parallelimporteuren direkt abzuklären.
Das PEI hat eine Telefon-Hotline unter der Telefonnummer 06103 771061 eingerichtet.
Berlin, 22.04.2014