18/17 Informationen der Hersteller: Weltweite Marktrücknahme von Trobalt® (Retigabin)
AMK / Die Firma GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG informiert mittels Informationsbrief, dass das Arzneimittel Trobalt® (Retigabin) ab Ende Juni 2017 weltweit nicht mehr erhältlich sein wird.
Auf dem deutschen Markt erfolgte die Marktrücknahme bereits 2012 (siehe Pharm. Ztg. 2012 Nr. 25, Seite 103). Nach Kenntnis des Zulassungsinhabers werden jedoch weiterhin Patienten in Deutschland mit Importware des Antiepileptikums aus dem europäischen Ausland behandelt.
Nach Einschränkung der Indikation durch die EMA im Mai 2013 aufgrund ophthalmologischer und kutaner Nebenwirkungen wird Retigabin aktuell als Zusatztherapie bei Epilepsie-Patienten ab 18 Jahren mit pharmakoresistenten fokalen Krampfanfällen eingesetzt, bei denen andere Arzneimittel-Kombinationen nur unzureichend wirkten bzw. nicht vertragen wurden (siehe Pharm. Ztg. 2013 Nr. 26, Seite 106).
Im aktuellen Informationsbrief wird auf folgende Empfehlungen hingewiesen:
- Eine Therapie mit Trobalt® darf nicht mehr neu begonnen werden.
- Derzeit mit Retigabin behandelte Patienten sind rechtzeitig umzustellen.
- Retigabin soll gemäß der Produktinformation schrittweise, über mindestens drei Wochen abgesetzt werden.
Die AMK bittet Apotheken, betroffene Patienten angemessen zu informieren. /
Quellen
BfArM; Informationsbrief zu Trobalt® (Retigabin): Weltweite Marktrücknahme. www.bfarm.de → Arzneimittel → Pharmakovigilanz → Risikoinformationen → Rote-Hand-Briefe und Informationsbriefe (24. April 2017) [Pharm. Ztg. 2017 (162) 18:95]