Welttag der Suizidprävention: Apothekenteams können Hilfe ermöglichen

Am 10. September ist Welttag der Suizidprävention. Er macht auf eine stille Krise aufmerksam, die jedes Jahr Tausende Menschen betrifft. Im Jahr 2024 starben in Deutschland 10.372 Menschen durch Suizid. Fachleute gehen davon aus, dass viele dieser Todesfälle durch rechtzeitige Unterstützung und geeignete Hilfsangebote verhindert werden könnten.

Suizidale Krisen können jede und jeden betreffen. Suizidalität entsteht meist nicht plötzlich, sondern entwickelt sich häufig über einen längeren Zeitraum. Sozialer Rückzug, deutliche Verhaltensänderungen oder Äußerungen von Hoffnungslosigkeit können Hinweise auf eine akute Belastung sein. Prävention bedeutet daher vor allem, hinzuschauen, zuzuhören und Unterstützung anzubieten. Gerade niedrigschwellige Anlaufstellen wie Apotheken können dabei eine wichtige Rolle spielen.

Zur Unterstützung von Apothekenteams stellt die ABDA den Gesprächsleitfaden "Suizidale Menschen in der Apotheke – Warnzeichen erkennen und reagieren" bereit. Er gibt praktische Hilfestellungen für Gespräche mit Betroffenen und informiert über Handlungsmöglichkeiten sowie weiterführende Hilfsangebote. Erarbeitet wurde der Leitfaden mit der Arbeitsgruppe „Alte Menschen“ des „Nationalen Suizidpräventionsprogramms für Deutschland“ (NaSPro), einem bundesweiten kooperativen Netzwerk mit dem besonderen Fokus auf Förderung aktiver Initiativen zur Suizidprävention in allen gesellschaftlichen Bereichen, und der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS).

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