Spitzwegerich im Unterricht

Ein neuer Apothekergarten soll im Botanischen Garten in Bielefeld entstehen. Auf 1.200 Quadratmetern wird die Stadt auf Initiative und in Zusammenarbeit mit dem Verein Freunde des Botanischen Gartens e.V. einen neuen Apothekergarten anlegen. Dort werden zukünftig über 200 Pflanzen zu 19 Anwendungsgebieten zu finden sein. Hier können dann zum Beispiel Schülerinnen und Schüler die Pflanzen und ihre Wirkungen kennenlernen, denn im Zentrum des Apothekergartens wird ein Pavillon stehen, der als „grünes“ Klassenzimmer genutzt werden soll. „Als Beispiel sei der Spitzwegerich genannt, der am Wegesrand wächst und bei Insektenstichen und Wunden entzündungshemmend und antibakteriell wirkt“, sagte Rüdiger Ahrend, Leiter des Botanischen Gartens vor kurzem in einer Pressemitteilung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Als Vorbild für den Apothekergarten soll der Botanische Garten in Padua dienen, den ersten und ältesten der Welt, der ähnlich angelegt wurde und auch als Kräutergarten gedacht war. Natürlich kostet das Projekt auch Geld und für dieses will auch der Förderverein sorgen. „Wir möchten den Verein dabei unterstützen, seinen Kostenanteil an dem schönen Projekt in Höhe von 120.000 Euro zu schultern“, sagt Barbara Limberg, Sprecherin der Bielefelder Apothekerinnen und Apotheker. Dazu seit kurzem in über 50 Apotheken Bielefelds Spendendosen zu finden. Für einen Grundstock zum Start sorgte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe, die das Projekt in ihrem Jubiläumsjahr mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro unterstützt und dem Verein auch bei der weiteren Spendenakquise zur Seite steht. Dieses Projekt dient nicht zuletzt auch zur Nachwuchsförderung, die der Kammer am Herzen liegt. Ende des Jahres soll der Apothekergarten fertiggestellt sein.

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