OTC-Arzneimittel im Fokus der Pharmakovigilanz
Im aktuellen Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (Ausgabe 3/2026) des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) beleuchtet die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) die Bedeutung freiverkäuflicher Arzneimittel (Over-the-Counter, OTC) für die Arzneimittelsicherheit.
Anhand ausgewählter Fallbeispiele zeigt der Beitrag, dass auch bei Arzneimitteln der Selbstmedikation wichtige Erkenntnisse zu unerwünschten Wirkungen, Wechselwirkungen, Fehlanwendungen oder Missbrauch gewonnen werden können. Verdachtsmeldungen von Apothekerinnen und Apothekern tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen, das Sicherheitsprofil von Arzneimitteln unter Alltagsbedingungen besser zu verstehen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Risikominimierung einzuleiten. Die AMK ruft daher dazu auf, Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken auch bei OTC-Arzneimitteln konsequent zu melden. Jede Meldung kann einen wichtigen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit leisten.
Im selben Bulletin findet sich zudem ein Beitrag der AMK zur diesjährigen #MedSafetyWeek 2026, die vom 2. bis 8. November 2026 unter dem Motto „Side effects – don't ignore them, report them“ stattfindet. Das Bulletin zur Arzneimittelsicherheit erscheint viermal jährlich als kostenfreie Onlinepublikation.