Medieninteresse an assistierter Telemedizin
In den vergangenen Tagen hat die assistierte Telemedizin eine mediale Aufmerksamkeit erfahren. Seit dem 1. Juli dürfen Apotheken entsprechende Leistungen anbieten. Ausgangspunkt vieler Berichte war eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa), für die Dr. Jan-Niklas Francke, Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Auskunft gegeben hatte.
So titelte das Onlineportal der Rheinischen Post: „Neuer Service ab Juli: So nutzen Sie Videosprechstunden in der Apotheke“. Francke rät Interessierten, zunächst bei ihrer Stammapotheke nachzufragen oder online zu prüfen, ob dort assistierte Telemedizin angeboten wird. Zudem sollen Nutzerinnen und Nutzer auf dem Portal apoguide.de gezielt nach entsprechenden Apotheken filtern können, heißt es in dem Beitrag. Auch der Wochenblatt Reporter, die Frankfurter Rundschau und der General-Anzeiger berichteten über den Start des neuen Angebots in den Apotheken.
Die Fachmedien griffen das Thema ebenfalls auf. So gab Francke der Pharmazeutischen Zeitung (1. Juli) ein Interview, in dem er die wichtigsten Eckpunkte zum Start erläuterte. „Es gibt bundesweit großes Interesse bei vielen Kolleginnen und Kollegen. Ich gehe davon aus, dass zeitnah mehrere hundert Apotheken assistierte Telemedizin anbieten werden. In den kommenden Monaten könnte die Zahl sogar auf einen niedrigen vierstelligen Bereich anwachsen“, so Francke. Zugleich betonte er, dass in den ersten Wochen noch nicht viele Apotheken über eine vollständig implementierte Lösung verfügen würden und daher etwas Geduld erforderlich sei.
Auch heise online berichtete über die Einführung der assistierten Telemedizin. Das Fachportal hebt hervor, dass die freie Arzt- und Apothekenwahl der Patientinnen und Patienten durch das neue Angebot unberührt bleibt.