Lucas-Kolumne: Was Reisende bedenken sollten

Wer im Urlaub Medikamente benötigt, trifft in europäischen Apotheken mitunter auf andere Preise, Leistungen und Beratungsangebote als in Deutschland. Darauf weist Apothekerin Dr. Ina Lucas in ihrer aktuellen Kolumne "Der gute Rat der Apothekerin" in den Zeitungen der FUNKE-Mediengruppe (7. Juli) hin.

Nach Angaben von Lucas unterscheiden sich Apothekensysteme innerhalb der Europäischen Union deutlich. Deutschland liegt mit 20 Apotheken pro 100.000 Einwohnern im unteren Drittel der EU. Spitzenreiter ist Griechenland mit 101 Apotheken pro 100.000 Einwohner, während Dänemark mit neun Apotheken pro 100.000 Einwohner das Schlusslicht bildet.

Neben der Apothekendichte variieren auch die angebotenen Dienstleistungen. In vielen europäischen Ländern übernehmen Apotheken zusätzliche Aufgaben in den Bereichen Prävention, Medikationsmanagement und digitale Gesundheitsleistungen.  Dr. Ina Lucas betont, dass es auch im Ausland viele kompetente Fachkräfte gebe. Sprachliche und kulturelle Unterschiede könnten jedoch dazu führen, dass Gesundheitsgespräche auf Reisen schwieriger seien als zu Hause.

Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei den Kosten für Arzneimittel. Während Deutschland mit 19 Prozent einen der höchsten Mehrwertsteuersätze auf Medikamente in der EU erhebt, reduzieren viele Länder die Steuer deutlich oder befreien bestimmte Arzneimittel vollständig von der Mehrwertsteuer. Das gilt unter anderem für Irland, Schweden und Malta. Dadurch sind Medikamente im europäischen Ausland häufig günstiger als in Deutschland.

Eine Übersicht über die Leistungen der Apoheken in Europa gibt es auch im Statistischen Jahrbuch der ABDA "Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2026". Im Kapitel "Europa, Migration und Integration" geht es unter anderem um Impfungen in Apotheken.

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