Frühjahrsempfang: Preis warnt vor Erhöhung des Kassenabschlags
Beim Frühjahrsempfang des Apothekerverbandes Köln (27. Mai) stand die wirtschaftliche Lage der Apotheken im Mittelpunkt. ABDA-Präsident Thomas Preis, zugleich Vorsitzender des Apothekerverbandes Köln, verwies in seiner Begrüßungsansprache auf den anhaltenden Rückgang der Apothekenzahl: Allein in Köln habe die Zahl der Betriebsstätten seit 2010 um rund 30 Prozent auf etwa 200 abgenommen.
Das im Bundestag verabschiedete Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) sei zwar ein wichtiger Schritt, reiche aber nicht aus. Es werde die dringend versprochene Fixumserhöhung auf 9,50 Euro benötigt. Mit Blick auf die geplante Erhöhung des GKV-Apothekenabschlags ab 2027 warnte Preis, dass man nach kleinen Schritten nach vorne jetzt wieder entscheidend bei der Apothekenstärkung zurückgehe. Die Apothekerschaft werde das GKV-Spargesetz in der parlamentarischen Phase daher sehr kritisch begleiten.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Georg Kippels, bezeichnete den Versandhandel mit Arzneimitteln als "Wildwuchs" und "Fehlentwicklung", den man gemeinsam eindämmen müsse. Er betonte die Wichtigkeit, Gesetze stetig weiterzuentwickeln. Ein Gesetz werde besser, so Kippels, wenn man es in der Praxis gemeinsam bearbeite. Dabei sei die "kompromisslose Dialog- und Diskussionsbereitschaft" von beiden Partnern entscheidend. Bezugnehmend auf die geplante zweistufige Fixumserhöhung wies er darauf hin, dass sich diese Verordnung aktuell in der Abstimmung zwischen dem Bundeswirtschafts- und Bundesgesundheitsministerium befinde.

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