BFB-Magazin: KI kann Apotheke unterstützen, aber nicht ersetzen

Die Apothekerschaft steht dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sehr offen gegenüber, schreibt Dr. Jan-Niklas Francke in einem Gastbeitrag im Magazin "der freie beruf" (1/2026) des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB). Der Apotheker aus Rheinland-Pfalz ist sowohl DAV- als auch BFB-Vorstandsmitglied. In seinem Beitrag heißt es wortwörtlich: "KI darf unterstützen, aber nicht entscheiden. Die letzte Instanz müssen immer die Apothekerinnen und Apotheker sein, die ihre heilberufliche Kompetenz und Erfahrung einbringen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen." 

Francke unterscheidet zwischen passiver Nutzung von KI im Backoffice der Apotheken, die von den Apothekenteam schlichtweg als praktisches Tool im Alltag betrachtet werde. Anders funktioniere die aktive KI-Nutzung zur kommunikativen Unterstützung des Heilberufs, so Francke: "Chatbots können Standarddaten abfragen, große Datenpools analysieren und potenzielle Probleme erkennen. Aber: Die Sprachmodelle der KI sind sehr vom Prompting und von relevanten Auskünften der Patientinnen und Patienten abhängig." Die richtigen Fragen zu stellen, eine ausgewogene Entscheidung zu treffen und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen – das alles könne nur der Apotheker oder die Apothekerin, so Francke. 

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