Apotheker schlagen Alarm

ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold erklärt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Lea“, was es mit den Lieferengpässen auf sich hat. „Das stellt den Apotheker vor große Probleme“, berichtet er. Schwer wird es, wenn ein Zusammenspiel mehrerer Mittel besteht. „Ein anderes Medikament kann eine Therapie negativ beeinflussen“, sagte Arnold. „Das Schlimmste aber wäre, wenn ein verunsicherter Patient sie abbrechen würde.“ Von der Idee, Medikamente zu hamstern, rät er ab. „Dadurch wird der Engpass vergrößert, weil dann die nächsten Kunden nicht ausreichend versorgt werden. Zudem weiß man nicht, wie die Therapie weitergeht.“ Umstritten sind auch die Rabattverträge der Krankenkassen. „Das Alternativ-Medikament kann teurer sein als das bisherige – dann muss der Patient die Differenz aus eigener Tasche zahlen“, so Arnold. Die ABDA fordert deshalb, dass die Produktion von Wirkstoffen und Arzneimitteln wieder verstärkt nach Europa verlagert wird.