25 Jahre Kommission Apotheker in der Diabetologie: Erfolgsmodell interprofessioneller Zusammenarbeit

Seit rund 25 Jahren setzen sich Apothekerinnen und Apotheker sowie Diabetologinnen und Diabetologen gemeinsam für eine bessere Versorgung von Menschen mit Diabetes ein. Die Kommission „Apotheker in der Diabetologie (BAK/DDG)“, eine gemeinsame Einrichtung der Bundesapothekerkammer (BAK) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), feierte auf dem Diabetes Kongress 2026 ihr Jubiläum und würdigte zugleich die Verdienste ihrer langjährigen Sprecher Prof. Dr. Martin Schulz und Dr. Alexander Risse.

Die Wurzeln der Zusammenarbeit reichen bis ins Jahr 1998 zurück. Zwei Jahre später wurde die Initiative in die Kommission „Einbindung der Apotheker in die Diabetes-Versorgung“ (EADV) überführt. Seit 2019 trägt das Gremium den Namen „Apotheker in der Diabetologie (BAK/DDG)“.

Wie wichtig die interprofessionelle Zusammenarbeit heute ist, verdeutlichte Prof. Martin Schulz anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse zur pharmazeutischen Betreuung von Menschen mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Apotheken seien für viele Patientinnen und Patienten ein besonders niedrigschwelliger Zugang zum Gesundheitssystem. Menschen suchten Apotheken deutlich häufiger auf als Arztpraxen, betonte Schulz. Zudem erreichten Apotheken auch Personen, die keinen Hausarzt haben oder diesen nur selten aufsuchen.

Für den Diabetologen Dr. Alexander Risse war die Gründung der Kommission damals ein Meilenstein. Die Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten mit Apothekerinnen und Apothekern auf Augenhöhe sei zu dieser Zeit im medizinischen Umfeld keineswegs selbstverständlich gewesen. Trotz bestehender Vorbehalte habe die Kommission den Weg für eine erfolgreiche und vertrauensvolle Kooperation geebnet.

Würdigung langjährigen Engagements

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung wurden die beiden bisherigen Sprecher der Kommission, Prof. Dr. Martin Schulz und Dr. Alexander Risse, für ihr langjähriges Engagement geehrt. BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann würdigte in seiner Laudatio „ein gutes Vierteljahrhundert gelebte Kooperation“ und dankte „zwei Persönlichkeiten, die diese Zusammenarbeit nicht nur begleitet, sondern geprägt haben“.

Mit Blick auf die Versorgung von Menschen mit Diabetes hob Dr. Hoffmann hervor, dass Apothekerinnen und Apotheker sowie Ärztinnen und Ärzte komplementäre Rollen einnehmen. Entscheidend seien funktionierende Schnittstellen und eine enge Zusammenarbeit zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

Auch der frühere DDG-Präsident Prof. Dr. Andreas Fritsche bedankte sich bei den scheidenden Kommissionssprechern für ihre Kontinuität und die „ausgezeichnete Arbeit“ in den vergangenen Jahren.

Mit ihrem 25-jährigen Bestehen steht die Kommission heute beispielhaft für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Apothekerschaft und Diabetologie – und für das gemeinsame Ziel, die Versorgung von Menschen mit Diabetes kontinuierlich weiter zu verbessern.

Weitere Informationen zur Kommission finden Sie unter www.abda.de/kommission-bak-ddg

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