Zuzahlungsbefreiungen für Patienten

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Seit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) aus dem Jahr 2004 gilt für die gesetzlich Zuzahlung bei Medikamenten: Alle volljährigen Patienten müssen bei Arzneimitteln, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden, zuzahlen. Zu den gesetzlichen Zuzahlungen zählen auch z.B. Zuzahlungen für eine stationäre Krankenhausbehandlung oder für Heil- und Hilfsmittel. Erst nach Erreichen der Belastungsgrenze von zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens bzw. ein Prozent bei chronisch kranken Patienten können sich Versicherte von den Zuzahlungen befreien lassen. Die Patienten müssen dazu einen entsprechenden Antrag bei ihrer jeweiligen Krankenkasse stellen. Zuweilen ist dies auch schon zu Jahresbeginn möglich, wenn sich absehen lässt, dass die Belastungsgrenze im Kalenderjahr erreicht wird.

Kinder und Jugendliche sind dagegen bis zu ihrem 18. Geburtstag grundsätzlich von der gesetzlichen Zuzahlung zu Arzneimitteln befreit. Sie müssen nichts zuzahlen. Diese sozialpolitische Ausnahmeregelung betrifft selbstverständlich alle Medikamente, die vom Arzt auf Rezept zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verschrieben werden.