Assistierte Telemedizin: Medienberichte über Apotheker als Lotsen

Eine Pressemitteilung des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) vom 8. Mai zur assistierten Telemedizin hat breite Medienresonanz ausgelöst.

Die Apotheken Umschau (13.5.) berichtet, dass Apotheken künftig einen standardisierten Fragebogen einsetzen sollen, der auch im medizinischen Ersteinschätzungsverfahren über die zentrale Rufnummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigungen verwendet wird. Ziel ist es, zu klären, ob assistierte Telemedizin im jeweiligen Einzelfall der geeignete Versorgungsweg ist. "Wir unterstützen so die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen und helfen mit, für alle Patientinnen und Patienten die jeweils beste Versorgungsebene zu finden", erklärt DAV-Vorstandsmitglied und Digitalexperte Dr. Jan-Niklas Francke in der Apotheken Umschau.

T-Online (13.5.) hebt hervor, dass das neue Angebot insbesondere Menschen in ländlichen Regionen zugutekommen soll, wo der Weg zur nächsten Arztpraxis oft weit ist. "Das ist ein Beispiel dafür, wie Digitalisierung für die Bevölkerung konkret erlebbar wird", wird Francke dort zitiert. Auch Chip, die Deutsche Ärztezeitung und zm-online greifen das Thema auf: Ab dem 1. Juli 2026 können viele Patientinnen und Patienten assistierte Telemedizin in Apotheken in Anspruch nehmen.