Apothekenreform: ABDA veröffentlicht Stellungnahme für Bundesrat
Die ABDA sieht die vom Bundeskabinett beschlossene Apothekenreform kritisch. Das macht sie deutlich in ihrer Stellungnahme zum Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) vom 6. Januar 2026 für den Gesundheitsausschuss des Bundesrats, wo das Gesetz demnächst beraten wird.
Auch wenn der Regierungsentwurf gegenüber dem Referentenentwurf deutliche Verbesserungen aufweise, würden weiter Regelungen für die dringend erforderliche wirtschaftliche Stabilisierung der öffentlichen Apotheken fehlen. "Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Anhebung des Fixums auf 9,50 Euro wird nicht umgesetzt", heißt es in der Stellungnahme.
Eingegangen wird auch auf den Plan, dass die Leitung einer Apotheke zeitweise aus den Händen von Apothekerinnen und Apothekern geben werden soll: "Wir lehnen den – auch nur zeitweisen – Betrieb von Apotheken ohne anwesenden Apotheker ab und fordern die ersatzlose Streichung der entsprechenden Regelungen im Gesetzentwurf".
Die ABDA setzt sich zudem dafür ein, dass ein Medikationsmanagement bei komplexer Dauermedikation oder bei neu verordneter Dauermedikation auch ohne vorherige ärztliche Verschreibung in der Apotheke angeboten werden darf.
Die Stellungnahme kann hier nachgelesen werden. Das ApoVWG war am 17. Dezember 2025 vom Bundeskabinett in das parlamentarische Verfahren eingebracht worden.