Medien berichten über geplante Apotheken-Proteste
Die Ankündigung weiterer bundesweiter Protestmaßnahmen der Apothekerschaft hat in den vergangenen Tagen eine breite mediale Aufmerksamkeit ausgelöst. So titelte die Nachrichtenagentur AFP (25. Februar): "Apothekerschaft kündigt bundesweiten Protesttag im März an". Die Versorgung werde "durch die Notdienst-Apotheken aufrechterhalten", heißt es.
Im Newsletter POLITICO Berlin Playbook (26. Februar) wird berichtet: "JETZT REICHT’S: Seit Monaten ringen Apotheker und Gesundheitsministerium um die Bezahlung. Jetzt folgt die nächste Eskalationsstufe: Am 23. März ist Protesttag – inklusive Aufruf zu Apothekenschließungen." Weiter heißt es, die Apothekerschaft fordere eine Anhebung des Fixums von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro verschriebene Packung. Unterstützung hierfür komme aus der CDU/CSU: Die Bundestagsabgeordnete Simone Borchardt habe auf einem Panel (bei der ABDA-Mitgliederversammlung) erklärt, diese Erhöhung sei eine "rote Linie" – ohne sie könne es keine Zustimmung zur Apothekenreform geben.
Noch deutlicher formulierte es der Münchner Merkur, der von einem Protest "historischen Ausmaßes" spricht und davon berichtet, dass viele Apotheken in Bayern eine Protestschließung planen. Parallel dazu berichtet die Zeitung von der bundesweiten Online‑Petition der ABDA, mit der Bürgerinnen und Bürger ihre Unterstützung für die Apotheken bekunden können.
Über einen anderen Aspekt berichtete 15 Minuten. Der tagesschau-Podcast am Morgen (27. Februar). Apotheken sollen mehr Befugnisse bekommen, heißt es dort im Hinblick auf das geplante Apothekenversorgung‑Weiterentwicklungsgesetz, das der Bundestag am Freitag (27. Februar) debattiert. Doch mehr Verantwortung müsse auch wirtschaftlich gestemmt werden, betonten die Journalistin und der Journalist im Kollegengespräch.
Im rbb Inforadio (27. Februar) war dazu ebenfalls Anke Rüdinger, die stellvertretende DAV‑Vorsitzende und Vorsitzende des Berliner Apotheker‑Vereins, zu hören. Sie betonte gegenüber dem Sender, man arbeite "immer noch mit dem Honorar von vor über 10 Jahren " obwohl die Kosten in dieser Zeit deutlich gestiegen seien. In einem zweiten Beitrag im rbb Inforadio kam auch ABDA‑Präsident Thomas Preis zu Wort: "Krankenhäuser und Ärzte können ihre gestiegenen Personalkosten regelmäßig gegenfinanzieren." Die Apotheken hätten keine solche Verhandlungsmöglichkeit mit den Krankenkassen. Preis äußerte sich zur Debatte im Bundestag auch im Mittagsecho auf WDR 5.
Auch andere Medien wie Tagesspiegel Background Gesundheit, Berliner Zeitung, junge welt, BZ, Bayerischer Rundfunk, Augsburger Allgemeine, :newstime (Joyn.de) und Radio Bielefeld griffen die Thematik auf und berichteten über die wachsende Unzufriedenheit in den Apotheken und den angekündigten Protesttag am 23. März 2026.