Medien berichten über Pläne zur Erhöhung der Zuzahlung

Die geplante Gesundheitsreform beschäftigt derzeit die Medien. Vertreterinnen und Vertreter der Apothekerschaft werden um Statements gebeten, auch zu den Zuzahlungsplänen der Bundesregierung. Patientinnen und Patienten sollen für verschreibungspflichtige Medikamente künftig 7,50 bis 15 Euro statt bisher 5 bis 10 Euro zuzahlen.

ABDA-Präsident Thomas Preis erklärt in der RHEINISCHEN POST (16. April): "Zuzahlungen kommen nur den Krankenkassen zugute." Der Einzug der Zuzahlungen bereite den Apotheken zudem viel Arbeit. "Gerade eine Erhöhung verursacht viel Aufklärungsarbeit." Zugleich forderte Preis, die Ministerin müsse die angekündigte Erhöhung des Fixhonorars schnell umsetzen und dürfe Apotheken nicht im Gegenzug mit Sparmaßnahmen belasten.

Die Erhöhung der Zuzahlung könne Folgen haben, befürchtet der Berliner Apotheker Stefan Feucht gegenüber dem RBB INFORADIO (15. April): "Das wird dazu führen, dass manche Patienten jeden Cent und jeden Euro umdrehen müssen und so manches Rezept nicht mehr einlösen."

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erklärte bei der Vorstellung des Sparpaketes, dass das Honorar für Apotheker steigen soll. Dass auf der anderen Seite die Apotheken auch zur Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen beitragen sollen, indem der Abschlag, den sie an die GKV abführen müssen, erhöht wird, findet Manfred Saar, Präsident der Apothekerkammer des Saarlandes, ungerecht. "Letztmalig wurde das Apothekenhonorar 2013 angepasst. Apotheken haben damit ihren Sparbeitrag mehr als erbracht", wird Saar auf SR.DE (15. April) zitiert.

Der FOCUS hat bereits am 10. April eine Titelstory über die Lage des Gesundheitssystems veröffentlicht. In dem Artikel wird auch auf den Streit um das Fixum eingegangen. Darin heißt es: "Mit Verweis auf das Apothekensterben fordert der Branchenverband ABDA seit Langem eine Erhöhung der Festzuschläge pro Medikamentenschachtel."

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