Apothekenreform: Mehr Entlastung für das Gesundheitssystem

Immer mehr Menschen suchen ärztlichen Rat, doch viele Praxen sind inzwischen überlastet. Auch Fachkräftemangel und eine alternde Gesellschaft stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. "Eine Reform im gesamten Gesundheitssystem ist dringend notwendig“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer im Magazin "naturkunde & Gesundheit".

"Wir wissen, dass in den nächsten 15 Jahren circa 30 Prozent mehr Patienten das Gesundheitssystem belasten werden – und in der gleichen Zeit viele niedergelassene Ärzte und Apothekeninhaber in den Ruhestand gehen. Diese Schere muss durch Reformpakete geschlossen werden." Es sei daher gut, wenn Apotheken künftig noch stärker ins Gesundheitssystem einbezogen werden: "Es geht ja darum, den Zugang der Patienten zum Gesundheitssystem zu vereinfachen und die Patienten besser zu verteilen", erklärt Hoffmann.

Ein wichtiger Schritt sind die erweiterten Impfangebote: Apotheker sollen – zusätzlich zum Piks gegen Grippe und COVID-19 – auch viele weitere Impfungen übernehmen dürfen, die keine Lebendimpfstoffe enthalten. Dazu gehören Vakzinationen gegen Tetanus, FSME oder Pneumokokken. "Es ist sehr gut, wenn das Angebot ausgeweitet wird", lobt Hoffmann. Das Impfen in der Apotheke sei eine niederschwellige Möglichkeit, sich schützen zu lassen: "Bei uns erhalten Sie eine Impfung ohne lange Terminvereinbarung und ohne Wartezeit in der Arztpraxis."

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