Apothekenreform: ABDA-Papiere für politische Gespräche

Die Apothekenreform befindet sich in einer heißen politischen Phase. Um die Kommunikation mit der Politik, mit anderen Stakeholdern im Gesundheitswesen oder in Patientengesprächen zu unterstützen, hat die ABDA insgesamt sieben Argumentationspapiere erstellt, die ab sofort auf abda.de abrufbar sind. Je nach Bedarf oder Anlass können ein oder mehrere Positionspapiere als inhaltliche Grundlage in Gesprächen genutzt werden. Die Onepager finden Sie auch auf dieser Seite im Downloadbereich. 

In den Papieren geht es um die Anhebung des Fixums, das Vorhalten eines Labors in nur einer Apotheke im Verbund, die Paritätische Stelle nach § 129 SGB V, die Pharmazeutische Dienstleistungen (PdL), die Vertretungsbefugnis durch pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA), die Verhandlungslösung (Anpassung Apothekenvergütung) und um Zweigapotheken (Deregulierung von Eröffnung und Betrieb). 

Hintergrund: Das Bundeskabinett hatte die Apothekenreform am 17. Dezember 2025 beschlossen und das parlamentarische Verfahren eröffnet. Im nächsten Schritt muss das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) nun im Bundestag beraten werden. Ende Januar wird sich der Bundesrat erstmals mit der Reform befassen. Eine Verabschiedung der Apothekenreform könnte vor der Sommerpause des Bundestags erfolgen.

ABDA-Präsident Thomas Preis hatte bereits nach dem Beschluss des Kabinetts in einer Pressemitteilung erklärt: "Der Kabinettsentwurf enttäuscht uns. Wir brauchen dringend eine wirtschaftliche Stärkung der Apotheken!“ Der Gesetzgeber müsse entschlossen handeln, um das vorliegende Apothekenreformgesetz doch noch zu einem "Apothekenstärkungsgesetz" zu machen. Preis: "Wir werden die kommenden Monate nutzen, um mit den Bundestagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen."

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