ABDA unterstützt Erklärung zum Fremdbesitzverbot
Die ABDA und andere Freie Berufe unterstützen die Bundessteuerberaterkammer dabei, das Fremdbesitzverbot in Deutschland zu stärken. Sie warnen vor dem wachsenden Einfluss internationaler Finanzinvestoren im Umfeld der Beratung des Neunten Steuerberatungsänderungsgesetzes (StBÄndG) im Finanzausschuss des Bundesrates am Donnerstag (19. Februar 2026). Eine entsprechende Erklärung der Bundessteuerberaterkammer wurde auch von der Bundesärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und vom Bundesverband der Freien Berufe (BFB) unterzeichnet. Die Organisationen kritisieren, dass der Regierungsentwurf keine ausreichende Absicherung des Fremdbesitzverbots enthält.
"Fremdbesitz muss klar ausgeschlossen werden – damit die Unabhängigkeit freier Berufe gewahrt und ihre Gemeinwohlverpflichtung gestärkt wird. Dies hat auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seiner aktuellen Rechtsprechung zuletzt bestätigt", heißt es in dem Statement. Und weiter: "Über 90 Prozent der Kanzleien, Praxen und Apotheken sind kleine und mittlere Betriebe - regional verankert, nah an den Menschen. Sie sind wichtige Arbeitgeber vor Ort und investieren stark in Ausbildung." Ein Einstieg internationaler Investoren würde zu Marktkonzentration führen. Das Statement im Wortlaut kann hier nachgelesen werden.