Apotheker demonstrieren Anwendung von Augentropfen

Augentropfen anzuwenden fällt vielen Patienten schwer. „Das Team der wohnortnahen Apotheke demonstriert gerne, wie’s richtig geht“, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.
 
Augentropfen sollten vor der Anwendung auf Körpertemperatur angewärmt werden, beispielsweise in der Hosentasche. Sind die Tropfen zu kalt, regt das den Tränenfluss an und steigert den Lidschlag – in der Konsequenz wird das Arzneimittel zu schnell aus dem Auge transportiert. Wer sich selbst Augentropfen applizieren will, sollte sich zunächst die Hände waschen und das Auge eventuell von Salben- oder Sekretresten reinigen. Dann vor einen Spiegel setzen oder stellen und den Kopf in den Nacken legen. Beide Augen weit öffnen und mit dem Zeigefinger das Unterlid leicht nach unten schieben. Dadurch bildet sich ein offener Bindehautsack. Unmittelbar vor dem Eintropfen nach oben schauen und den Lidschlag möglichst unterdrücken. Einen Tropfen des Arzneimittels dann möglichst in die Mitte des Bindehautsacks fallen lassen. Dabei darf die Spitze des Tropfers das Lid aus hygienischen Gründen nicht berühren. Wird mehr als ein Tropfen in das geöffnete Unterlid getropft, verringert das die Wirkung. Nach dem Eintropfen das Unterlid loslassen und beide Augen schließen, aber nicht zukneifen. Um die Augentropfen zu verteilen, sollte man den Augapfel hinter den geschlossenen Lidern noch etwas bewegen, indem man nach oben, unten, rechts und links schaut. Die Lider sollten möglichst für ein bis zwei Minuten geschlossen bleiben.

Für Kinder, oder wenn das Eintropfen vor dem Spiegel nicht funktioniert, gibt es eine zweite Methode. Dabei legt sich der Patient flach auf den Rücken und schließt die Augen. Dann wird – idealerweise von einer zweiten Person – ein Tropfen des Arzneimittels in den inneren Lidwinkel gegeben. Anschließend werden die Augen kurz geöffnet. Dadurch verteilt sich die Tropfen über die Hornhaut. Danach die Augen noch eine Minute lang geschlossen halten.

Viele Augentropfen sind nach dem Anbruch nur vier Wochen lang haltbar. Deshalb notieren sich Patienten am besten das Datum des ersten Öffnens auf der Packung.

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