Überwältigendes Medienecho zum Apotheken-Protesttag
Der bundesweite Apotheken-Protesttag am 23. März hat ein außergewöhnlich breites Medienecho ausgelöst. Zahlreiche große Nachrichtenagenturen, TV-Sender, Radios und Regionalmedien berichteten über die Protestaktionen und die Forderungen nach einer Honorarerhöhung.
In der 20-Uhr-Tagesschau berichtete die ARD rund zwei Minuten über die Protestkundgebungen. Die stellvertretende DAV-Vorsitzende Anke Rüdinger sagte: "Auch hier in Berlin haben wir jede fünfte Apotheke seit 2013 verloren.“ Rüdinger stimmte bereits im ARD-MORGENMAGAZIN auf den Protesttag ein. Das ZDF widmete dem Protest in der 19-Uhr-HEUTE-Sendung einen knapp dreiminütigen Beitrag. Auf der ZDF-Homepage wurde zusätzlich ein Kurzvideo veröffentlicht und auch das HEUTE JOURNAL fasste den Protesttag in einem Video zusammen.
Die Nachrichtenagentur DPA meldete: "Apotheken bleiben zu - Protesttag für mehr Geld". ABDA-Präsident Thomas Preis wird wie folgt zitiert: "Der Honorarstillstand muss endlich ein Ende haben". In einem Bericht vom DPA LANDESDIENST BAYERN sagte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Dr. Hans-Peter Hubmann: "Wenn die Anpassung nicht kommt, folgen weitere mit Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit".
Und auch die AFP ließ eine Meldung über den Ticker laufen. "Apothekenpleiten auf höchstem Stand seit 2008", so der Titel. Auch hier kam ABDA-Präsident Thomas Preis zu Wort: "Wegen der chronischen Unterfinanzierung müssen jedes Jahr hunderte Apotheken schließen".
Zahlreiche Radiosender griffen die Situation auf. Das RBB INFORADIO fragte: "Lohnt es sich noch, eine Apotheke zu betreiben? " und berichtete aus einer Berliner Apotheke. Der DEUTSCHLANDFUNK informierte über die geschlossenen Betriebe. "Den Apotheken geht es unter anderem darum, dass das Honorar pro Verpackung angehoben wird", hieß es in der Meldung. WDR 5 sendete im WESTBLICK ein ausführliches Interview mit ABDA-Präsident Thomas Preis. Die Apotheken dürften von den steigenden Kosten nicht weiter "abgehängt" werden, sagte er.
Einen Tag vor dem Protesttag veröffentlichte ABDA-Vizepräsidentin Ina Lucas einen Gastbeitrag in den TABLE.Briefings und schrieb: "Wenn wir Patientensicherheit ernst nehmen, braucht es endlich gleiche Standards für alle Marktteilnehmer."
Der SPIEGEL erklärte die Hintergründe des Protests und verwies auf die Notdienste, die weiterhin Patienten versorgten. NTV ging der Frage nach: "Wie viel verdienen Apotheken eigentlich?" und berichtete über die geforderte Anhebung des Fixums auf 9,50 Euro. Der NDR ordnete die Lage der Apotheken im Norden in einem ausführlichen Online-Beitrag ein. Die ZEIT hörte sich in einer Apotheke in Hamburg-Steilshoop um. Die Inhaberin sagte deutlich: "Eine Apotheke ist aber kein Unternehmen wie jedes andere. Unser Honorar ist gesetzlich festgelegt, wir können es nicht selbst steuern. Gleichzeitig übernehmen wir immer mehr Aufgaben ohne zusätzliche Vergütung - wir beraten, unterstützen und fangen Versorgungslücken auf."
Zahlreiche weitere Medien – darunter RHEINISCHE POST, SÄCHSISCHE ZEITUNG, STERN, BILD, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, FRANKFURTER RUNDSCHAU, BERLINER ZEITUNG, MDR, BR24, HESSENSCHAU, RTL.DE oder JUNGE WELT – berichteten über die Aktionen und Protestkundgebungen in Düsseldorf, Hannover, München, Berlin und weiteren Städten. Viele Redaktionen nutzten Fotos und zeigten wie die beteiligten Apothekenteams auf der Straße protestieren.