Preis: Zahl der Apotheken-Impfungen wird weiter steigen
ABDA-Präsident Thomas Preis betont im Interview mit der Pharmazeutischen Zeitung (11. März 2026), dass die Apotheken in der zu Ende gehenden Influenza-Saison doppelt so viele Impfungen verabreicht haben wie im Vorjahr.
„Man kann davon ausgehen, dass diese Steigerungsraten anhalten und sogar noch zulegen“, so Preis. Mit dem geplanten ApoVWG (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz) und den zusätzlichen Impfleistungen könnten künftig noch mehr Apotheken Impfungen anbieten – und bereits teilnehmende Apotheken „einen höheren Zulauf haben und noch mehr Impfungen durchführen“.
Preis verweist zudem auf die wirtschaftliche Komponente: Impfungen müssten sich für Apotheken lohnen. „Wenn der Impfraum nicht nur saisonal genutzt wird und das dafür abgestellte Personal ganzjährig eingesetzt werden kann, wird das auch wirtschaftlich lukrativer.“ Zugleich sei das Impfhonorar insgesamt zu knapp bemessen – daher sei es wichtig, dass der DAV noch einmal nachverhandelt habe.
Den größten Mehrwert sieht Preis jedoch bei den Patientinnen und Patienten: Die Terminvergabe sei niedrigschwellig, oft kurzfristig und auch außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen möglich. Gleichzeitig betont er: „Die Politik will den Ärzten ja nichts wegnehmen.“ Man arbeite „intensiv“ mit den Ärzten zusammen.