Preis in der FAZ: Immer mehr Apotheken impfen

ABDA-Präsident Thomas Preis hat mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (27. Januar 2026) über die Grippewelle und Lieferengpässe von Arzneimitteln gesprochen. "Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Grippewelle ungefähr mit Karneval zusammenfällt," erklärte Preis. "Wir haben in diesem Jahr ein Virus, das besonders Jüngere betrifft, die nicht geimpft sind. Um sich anzustecken, muss man nicht selbst Karneval feiern oder an größeren Veranstaltungen teilnehmen." Angesprochen auf die Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen, sagte Preis: "Bei Großhändlern und Apotheken gibt es teilweise noch Restbestände." Man gehe davon aus, dass alle, die geimpft werden wollen, auch geimpft werden können.

Seit Januar 2023 ist es möglich, eine Grippeschutz- und Corona-Impfung in seiner Ortsapotheke zu erhalten, heißt es im Artikel. "Die ersten Zahlen zeigen, dass Apotheken in dieser Impfsaison doppelt so viele Impfungen durchgeführt haben wie im vergangenen Jahr." Preis hofft, dass die "beunruhigend niedrige Impfquote" in Deutschland durch das größere Angebot künftig steigen wird. Beobachten ließe sich dieser Effekt bereits in anderen europäischen Ländern.

Bei wichtigen Medikamenten wie Fieber- und Schmerzmitteln und anderen Erkältungsarzneien sei die Lage stabil, so Preis. "Da sehen wir überhaupt keine Versorgungsprobleme." Nur wenige Antibiotika für Kinder seien momentan schlechter zu bekommen. "Da gibt es aber immer Alternativen", betonte er.

Kritik übte der ABDA-Präsident in diesem Zusammenhang am Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) der Ampelregierung. "Es hat grundsätzlich an der labilen Situation der Verfügbarkeit von Medikamenten nichts geändert." Nach wie vor gebe es bei mehr als 500 Medikamenten Lieferschwierigkeiten. Preis: "Es gibt mittlerweile europäische Initiativen, um wieder mehr Produktion nach Europa zurückzuholen. Das wird aber lange dauern, bis das einen nachhaltigen Erfolg hat."

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