Politiker diskutieren im Deutschen Apothekerhaus über höheres Fixum
Bei einer politischen Diskussionrunde im Rahmen der außerordentlichen ABDA-Mitgliederversammlung (25. Februar 2026) in Berlin sagte die CDU-Gesundheitspolitikerin Simone Borchardt, dass es keine Apothekenreform ohne eine Erhöhung des Festhonorars geben dürfe. ABDA-Präsident Thomas Preis hatte sie neben den beiden anderen Bundestagsabgeordneten Matthias Mieves (SPD) und Ates Gürpinar (Linke) zu einer Talkrunde in das Deutsche Apothekerhaus eingeladen.
"Was im Koalitionsvertrag drinsteht, muss für mich nicht nochmal verhandelt werden", so Borchardt. "Wir sind nicht gegen Sie, wir stehen auf Ihrer Seite!", sagte sie in Richtung Publikum. Dazu gehöre für sie auch das Fixum. "Es muss nur noch umgesetzt werden", fügte sdei CDU-Politikerin hinzu. Im parlamentarischen Verfahren wolle man auch die Themen Kühlketten, Nullretaxationen und Hochpreiser angehen, so Borchardt.
ABDA-Präsident Thomas Preis betonte den massiven wirtschaftlichen Druck, unter dem die Apotheken stünden, und appellierte eindringlich an die Politik, endlich zu handeln. "Wir werden mit Nachdruck fordern, was jetzt notwendig ist", so Preis im Hinblick auf die angekündigten Apothekenproteste am 23. März 2026. Preis: "Wir brauchen jetzt ganz dringend, was im Koalitionsvertrag festgelegt wurde. Eine sofortige Erhöhung des Honorars auf 9,50 Euro und dann eine sichere Verhandlungslösung".
SPD-Gesundheitspolitiker Matthias Mieves zeigte sich überzeugt, dass die Apothekenreform grundsätzlich auf den Weg gebracht werde – wenn auch nicht ohne Kompromisse. Zwar enthalte der vorliegende Gesetzentwurf wichtige Elemente wie Bürokratieabbau und erweiterte Kompetenzen für Apotheken, doch reiche das nicht aus, um ihre Zukunft dauerhaft zu sichern. "Wir wissen alle, dass wir nicht Geld ohne Ende haben, das wir jetzt einfach unter die Leute bringen können", so Mieves. Zur Refinanzierung der GKV würden Ideen auf dem Tisch liegen.
Gesundheitspolitiker Ates Gürpinar von der Linkspartei ging noch weiter "Wer fühlt sich denn noch ernst genommen, wenn dazu nichts kommt", betonte Gürpinar in Bezug auf die im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankerte Anpassung des Festhonorars: "Ich finde, irgendwo muss man sich doch einmal ehrlich machen." Die komplette Diskussionrunde haben wir unter diesem Beitrag verlinkt.

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