Niedersachsen und Hessen für höheres Packungsfixum

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), Dr. Andreas Philippi, fordert die Bundesregierung angesichts sinkender Apothekenzahlen zum Handeln auf. "Die Erhöhung des Packungsfixums ist dringend notwendig, um die Apotheken finanziell zu unterstützen und die wohnortnahe Versorgung sicherzustellen. Gerade im ländlichen Raum wird die Erhöhung des Fixums über die Frage des Fortbestehens der auskömmlichen Versorgung entscheiden. Die Bundesregierung muss dringend eine Apothekenreform auf den Weg bringen", sagt der SPD-Politiker, der auch Niedersächsischer Gesundheitsminister ist, in einer Pressemitteilung (13. Januar 2026).

Nach Meinung des Ministers verdeutlichen die sinkenden Apothekenzahlen, unter welchem "wirtschaftlichen Druck" die einzelnen Apotheken stehen, etwa durch steigende Betriebskosten, Inflation oder nicht angepasster Abgabepreise verschreibungspflichtiger Medikamente. Philippi warnt vor Versorgungslücken: "Alles in allem führt das zum Rückgang der Apotheken. In den Städten ist dies noch kein spürbares Problem, aber in der Fläche sehen wir dringenden Handlungsbedarf – dort darf es zu keinen weiteren Apothekenschließungen kommen.“  

Auch das hessische Gesundheitsministerium setzt sich für eine höhere Vergütung von Apothekern ein. Ministerin Diana Stolz (CDU) hat nach eigenen Angaben zwei Anträge in den Bundesrat eingebracht. "Wir stehen weiterhin zur inhabergeführten Apotheke und lehnen daher die Erprobungsregelung zur Vertretung der Apothekenleitungen durch pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) ab. Zudem sollte das so genannte Fixum pro Packungsabgabe bei verschreibungspflichtigen Medikamenten erhöht werden", so Stolz in einer Pressemitteilung (13. Januar 2026). Vor diesem Hintergrund fordert sie eine Erhöhung des Apothekenfixums von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro. 

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