NaLI: Impfbereitschaft für HPV erhöhen

Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) hat das gemeinsam erarbeitete "Nationale Konzept zur Förderung der Impfaufklärung und der HPV Impfquoten" verabschiedet. Das Konzept formuliert Ziele und gibt Empfehlungen, um den Schutz der Bevölkerung vor HPV-bedingten Krebserkrankungen weiter zu verbessern, wie die NaLI in einer Presseinformation mitteilte.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Erhöhung der Impfbereitschaft durch Aufklärung über humane Papillomviren (HPV) und die HPV-Impfung, der Ausbau des Impfangebotes sowie die Unterstützung des Gesundheitswesens. Zudem sieht das Konzept die Weiterentwicklung von Surveillance-Instrumenten in Bezug auf die Impfung und HPV-bedingte Erkrankungen vor.

Das Konzept ist ab sofort auf www.nali-impfen.de abrufbar. Dort werden die Inhalte unter dem "Schwerpunkt: Humane Papillomviren (HPV)" dargestellt und auch künftig aktualisiert. Für eine möglichst große Wirkung der vorgeschlagenen Handlungsempfehlungen hat die NaLI auf dieser Sitzung zudem die Durchführung eines nationalen HPV Impfjahres im Jahr 2028 beschlossen.

Wer sich gegen HPV impfen lassen will, erhält den Impfstoff in der Apotheke. Im Jahr 2024 wurden 1,07 Millionen Impfdosen gegen Humane Papillomaviren (HPV) zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von Apotheken in Deutschland abgegeben. Das geht aus Zahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) aus dem Frühjahr dieses Jahres hervor.

Seit 2006 existieren HPV-Impfstoffe - und die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 2007 die Impfung für alle 12 bis 17 Jahre alten Mädchen. 2014 wurde das empfohlene Impfalter der Mädchen auf 9 bis 14 Jahre herabgesetzt. 2018 beschloss die STIKO zusätzlich eine Impfempfehlung für Jungen von 9 bis 14 Jahren. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 17 Jahren.

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